Die ersten Tage an der Schule – The first days at school

Donnerstag, 21.09.2017

(English is in cursive below)

 

Die ersten Tage an der Schule – The first days at school

 

Seit Samstagnacht bin ich wieder in der Schule. Zunächst bekam ich in aller Eile ein Zimmer zugewiesen. Alles Weitere wäre am nächsten Tag zu regeln.

Also erstmal auspacken, eine kleine Dusche und schlafen gehen.

Am nächsten Morgen das erste Frühstück genossen. Hier viel mir auf, dass es im Gegensatz zu meiner vorherigen Reise ALLES kostenlos gab. Die Leser mögen sich daran erinnern, dass damals selbst ein Frühstücksei zu einem Yuan gekauft werden musste, so wie vieles mehr. So gesehen schonmal eine positive Überraschung. Ausserdem dauerte es nicht lange, bis ich den ersten Kameraden aus 2015 per Zufall wieder sah: Ein Freund aus Taiwan und seine beiden Kinder. Und dann die Assistentin des Meisters, Ms HU, mit welcher ich ein sehr gutes Verhältnis hatte. Sie bot sich noch während dem Frühstück an mir die gewählte Fächerform beizubringen. Das ist sehr gut, da ich damit ein „One – On – One“ Training bekommen würde und mir auch die notorischen Kicks und Punchen erspart bleiben würden.

Also wenig später noch ins Büro und das Administrative regeln. Zuerst mal bezahlen, was hier üblich ist. Auch hier zu meiner Überraschung: Da ich Master Disciple bin, wurden mir 500 Yuan erlassen! smile

Auf der anderen Seite wurde ich sehr schnell gewahr, dass das neue Personal, zwei junge Mädchen, kaum Englisch verstanden oder sprachen! Alles funktionierte nur entweder über mein lausiges Chinesisch, oder über Smartphone – Anwendungen zum Direkt – Übersetzen.

 

Nun gut, an dieser Stelle beschreibe ich so gleich was sich an der Schule seit dem letzten Mal geändert hat:

Wie eben erwähnt, gibt es Essen nun vollständig kostenfrei und noch dazu ist es gemacklich besser.

Die Zimmer sind die gleichen geblieben; Das heisst im Klartext auch, dass die Klimaanlage nur ausversehen  mal funktioniert, die Lüftung im Bad gar nicht es gibt aber permanent heisses Wasser (kaltes natürlich auch...), der erste Frischwassertank im Zimmer hätte aufgefüllt sein müssen, was er aber nicht ist.

Die Ziegelei gegenüber ist quasi verschwunden; Zumindest aber ist sie vollständig ausser Betrieb, was den Aufenthalt hier schon sehr angenehm macht!

Weiterhin hat sich das Gelände selbst sehr verändert; Es gibt jetzt eine künstliche Felswand mit gelegentlich funktionierendem Wasserfall, einiges an Bäumen und Büschen, sozusagen eine richtige Parkanlage die eine recht entspannende Atmosphäre vermittelt. Dazu trägt auch bei, dass die Tages Musik nicht mehr so penetrant martialisch laut rumquäkt.

Noch dazu sind hier erheblich viel mehr ausländische Schüler als in 2015. In der Hauptsache solche die gleich etwas länger bleiben. – Von 3 Wochen bis zu drei Jahre…. Da ist ein Franzose aus Tarbes, 3 Norweger, ein Ägypter, Südafrikaner, Australier, 2 Italiener, Taiwan, noch ein Deutscher (und was für ein Zufall: er kommt aus Hamburg…), England,….

 

Zurück zum morgendlichen Bürobesuch.

Ich nahm gleich die Gelegenheit wahr Ms HU als meine Trainerin eintragen zu lassen. Was von den jungen Mädchen aber zunächt abegelehnt wurde, da sie meinten ich bräuchte jemanden jüngeren und ausserdem Ms HU so viele Studenten hätte. Mein Argument wahr dass ich einfach jemanden kompetenten brauche der oder die es schafft mir in weniger als 2 Wochen die Fächerform beizubringen. Wie dem auch sei, ich habe Ms HU bekommen und sie hat als einzigen Studenten….mich.

Anschliessend ging es erstmal per Bus – zum Missfallen des Büros, da die meinten mit dem Taxi wäre es besser – in die Stadt. Ziel ist es gewesen mir einiges an Tai Chi Kleidung zu bestellen so wie einen Fächer zu kaufen, rumzugucken, Essen, was trinken und locker am Nachmittag das Training anfangen.

Allerdings hat sich in Wudangshan inzwischen einiges geändert! Die Fussgängerzone ist jetzt wirklich eine, die meisten Shops wurden neu in gut anzusehenden Häusern angeordnet, es ist sauber, kein stinkiger Morgenmarkt. Vergleicht gerne mit den Photos aus dem Jahr 2015! Das hatte zur Folge dass ich durchaus nach meinem ehemaligen Schneider mit dem ich damals zufrieden war suchen musste. Habe das aber alles geschafft und die Bestellung ging dank guter Vorbereitung auch gut (habe auf einem Zettel aufgemalt was ich will und auf Chinesisch die Farben dazu geschrieben). Ähnlich gut verlief es mit dem Fächerkauf, Nudeln bestellen und anschliessend noch in die hiesige Jugendherberge ein wenig entspannen.

 

Am Nachmittag dann war es soweit: Das Training ging los. Zunächst die Dehnübungen, welche immernoch die gleichen wie vor 2 Jahren sind und dann mit der eigentlichen Form anfangen. Ich muss zugeben, dass die Handhabung von so einem Fächer doch etwas komplizierter und die spiralförmigen entgegengesetzt verlaufenden Körperbewegungen  schwieriger sind als erwartet.

Aber Ms HU ist wirklich sehr geduldig mit mir und wir gefühlt nach 1 ½ Tagen locker ein Drittel der Form hinter uns gebracht haben. Wenn das so weiter geht brauche ich nur exakt eine Woche um die Form zu lernen. Und hätte dann reichlich Zeit Feinheiten einzustudieren bzw was Anderes zu machen. Mal sehen.

 

Dann habe ich mir noch einen quasi Fehltritt erlaubt.

Ich hatte dem Meister französischen Rotwein mitgebracht, weil ich weiss, dass die Leute hier sowas sehr mögen. Ich war gerade beim Training, als mir der Meister über den Weg lief. In meiner Entscheidungsfreude habe ich ihn sofort angesprochen und den Wein, wohl verpackt in einer entsprechenden Tüte, übergeben. Er sich darüber auch sichtlich gefreut hat, ABER! Ms HU stand mit dabei und ihr war die Enttäuschung, dass der Wein nicht für sie war, doch sehr anzusehen… Nun gut, nun schuldete ich ihr wirklich was…. wink

 

Entsprechend war ich Dienstag in der Stadt und habe nach französischen Rotwein Ausschau gehalten.

Tatsächlich gelang es mir einen für einen noch erträglichen Preis zu bekommen.

Nach dem Mittags – Training übergab ich Ms HU den Wein, die sich tatsächlich wie ein kleines Kind gefreut hat! smilesmilesmile

 

Inzwischen ist es Mittwoch und damit gibt es nur in der Früh für einige Stunden Training bevor bis einschliesslich Donnerstag Wochenende ist.

Tja, was soll ich sagen, ich habe die Wudang Sanfeng Fächer Form hinter mich gebracht! – Nach einer Rekordzeit von 3 Tagen… Ok, zugegeben, ich fühle mein bischen Hirn völlig überlastet und werde noch Feinheiten einstudieren. Ich gedenke für diesen Teil nochmal so 3 ganz entspannte Tage einzuplanen und dann mal sehen wie es so weitergeht.

Am ersten freien Nachmittag ging es mit zwei anderen Studenten zur alten Schule von Master Chen, wo wir seinen Bruder getroffen haben und mit ihm Tee tranken. Per Zufall sind einige chinesische Touristen da gewesen. Das hatte zur Folge, dass ich tatsächlich eine Schwertform vorführen musste und das auch gemacht habe, wenn auch nicht sonderlich gut; Ich habe mir einfach keine Mühe gegeben. Dann hier und da auf dem Weg zurück noch etwas shoppen, Abends chinesische Ravioli essen, in der Jugendherberge einen Tee trinken und letztlich sich mit den anderen ausländischen Studenten zu einer kleinen Feier treffen.

Mein tägliches Training sieht so bis jetzt so aus:

Um 07:00 aufstehen, eine halbe Stunde stehendes Qi Gong.

Frühstücken, etwas Krafttraining, sich frisch machen und ab zu den Dehnübungen.

Dann sich in der Form schulen, was ca 2 Stunden dauert. Dann ist Pause inklusive Essen bis 15:00 Uhr. Danach geht es ganz kurz wieder mit Dehnen weiter und dem weiteren Einüben der Form, auch ca 2 Stunden. Dann kurz schon wieder essen und nochmal eine Stunde die Form üben und das war’s.

 

 

English

 

Since Saturday Night I am at school again. At first I got in a hurry a room. All other points to be regulated the next day.

So I firstly unpacked, took a little shower and went to bed and to join the next morning the breakfast.

At this stage I noticed that in difference to my last journey ALL has been for free. The reader may remembers that at that time even a boiled has had to be bought for one Yuan, like so many other things. Seen like that a positive surprise already. Furthermore id didn’t take long time until I met the first mate of the year 2015 again by chance: A friend from Taiwan and his kids.

And then the master assistant Ms. HU, with whom I had a quite good relationship. During breakfast already she proposed to teach me the fan form. This is quite good as like that I would get a “one – on – one” training and I would get saved of the notorious kicks and punches.

 

So, a bit later into the office to regulate the administrative stuff. At first the payments which is usual out here. Also at this stage to my surprise: As I am a master disciple I got a 500 Yuan reduction! smile

At the other hand I had to notice quite quickly that the new personal, two young girls, almost could not understand or speak English! All has had to be done via my lousy Chinese or smartphone applications for direct translation.

 

Well then, at this stage I describe straight away what has been changed at school since last time:

As just mentioned food in the self is now fully free of charge and taste became even better.

The rooms are the same; that means in clear that the air-condition just works by chance, the ventilation in the Bathroom does not work at all however there is permanently hot water available (and cold as well, of course...), the sweet water tank in my room should have been filled up however is not.

The brick manufacturer in front of the school has quasi disappeared; at least it is not any longer active which makes the stay at school much more pleasant!

Furthermore the site itself has changed a lot too; There is now an artificial face of the rock with eventually in service waterfall, several trees and shrubs, finally a real parkway providing a really cozy - convenient atmosphere. As a matter a fact this is also due that the daily – music does not any longer squawks around in this martial penetrant manner.

Additionally there are now much more foreign students than in 2015. Mainly those staying a bit longer. – From between 3 weeks up to 3 years… there is a French gus from closeby Tarbes, 3 Novegians, an Egyptian, Southafrica, Australis, 2 Italians, Taiwan, another German (and what a chance: He is from Hamburg…), England,…

 

Back to the morning office visit.

I immediately took the opportunity getting Ms HU registered as my trainer. This has been refused straight away by two young girls as from their point of view I would need someone much younger and additionally Ms HU would have so many students already. My argument however has been that I just need someone competent being able teaching me the fan form within 2 weeks. But whatever, at the end I got Ms HU and as only student she has… me.

 

After that I went at first by bus – very much to the displeasure of the office as they meant it being better to go by Taxi – to town. The aim has been getting a lot of Tai Chi clothes ordered and to buy a fan, to look around, eat, drink and to start easily during the afternoon the training.

However since my last visit a lot has been changed in Wudangshan! The pedestrian walk became a real one, most shops were ordered in new well looking houses, it is clean, no stinky morning market. Please do not hesitate to compare with photos of the year 2015! This led to the fact that I really had to search for my former tailor with that I have been quite satisfied. In any way, I got all this and the order has been done thanks to my good preparation (I have been drawing all on a paper and have written in Chinese the colors that I wanted to get). In a similar way it turned out with purchasing the fan, order noodles and afterwards going in the local youth hostel to chill-out.

 

In the afternoon than the training had to start. At first stretching, this is the same since two years before starting the real form. I have to admit that the handling of such a fan is actually a bit more complicated and the spiraling opposing body movements are more difficult than expected.

But Ms HU is really patient with me and my feeling has been that we have had done after 1 ½ days easily a third of the form. If that would continue like that I would need exactly one week only to get the form done. And then I would have more than enough time for the fine tuning and do other things. To be seen.

 

Than I allowed myself an almost misconduct.

I have brought for the master French red wine as I know that the people here like that a lot. I just have been at training when the master stepped into my way. In my usual reactivity of taking a quick decision I immediately spoke to him and offered him the wine well wrapped. Visibly he really liked that, BUT! Ms HU stand aside and her disappointment that the wine has not been for her was really very much visible… Well than, now I really owe her something… wink

 

 Accordingly I went Tuesday to town and had a look for French wine. Effectively I managed getting one for a basically correct price.

After the afternoon training I gave the wine to Ms HU. – She was so happy, like a little child, really amazing to see! smilesmilesmile

 

Now it is Wednesday and so there is only in the morning for few hours training before going to weekend until Thursday included.

Well, what to say, I have finished the Wudang Sanfeng form! – After a record of time of 3 days… Ok, I admit, I feel my little brain pretty much overloaded and will study about subtleties. I suppose reserving for that another 3 relaxed day and then to be seen what’s next.

 

During the first free afternoon I went with two other students to the old school of master Chen where we met his brother and got tea with him. Per chance several chinese tourists came over. As a result I have had to demonstrate one of those sword forms which I did, but not really well. I just didn't take any effort on that. On the way back we did some shopping as well, had dumblings, got a tea in the youth hostel und finally met with the other foreign students for a little party.

 

My daily training is until now like that:

Get up at 07:00, half an hour of standing Qi Gong.

Breakfast, some muscle training, refreshing and further to stretching.

Than training within the form that takes roughly 2 hours. Than a break, lunch included until 15:00.

After that again some stretching and continuing the form, roughly 2 hours as well. Than quickly eat again and another hour to train the form and that’s it.

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