Berichte von 10/2015

Mein Geburtstag - My Birthday

Montag, 26.10.2015

(English is below in Cursive)

 

Jedes Jahr kommt er wieder: der Geburtstag! Wie alt ich geworden bin? - Ratet! Selbst mit meinem neuen Ziegenbart, so kann ich als Hinweis geben, schätzt mich die Mehrheit derjenigen die mich nicht kennen als deutlich jünger ein als ich tatsächlich bin. - Danke dafür! tongue-outcool

 

Was also an einem Geburtstag machen, wenn man so weit weg der Heimat ist und auch nicht wirklich sein eigenes Reich, z.B. seine Wohnung oder Haus hat?

Wie immer in China und wohl auch sonst: Kontakte spielen lassen und das Gespräch auf so ein Event hinsteuern. Der Rest kommt schon von selbst.

Gesagt getan.

Auf meine Anfrage hin hat mir tatsächlich ein Freund, Co - Besitzer einer der hiesigen Jugendherbergen, seine Küche geliehen! So konnte ich 7 Leute einladen. Darunter er selbst, einen Freund aus meiner alten Kung Fu Klasse, zwei Freundinen, eine ältere Dame die ich halt so kenne und meine aktuelle "Ba Gua Quan" Trainerin.

 

Was hat es zu Essen gegeben:

Schöne Bratkartoffeln, Frikadellen nach deutscher Art (Hackfleisch von der Sau, Ei, altbackenes Brot, alternativ toast, Salz, Pfeffer), grüne Bohnen, pochierte Tomaten, Pilze (sehen so ähnlich aus wie Steinpilze, sind aber nur halb so gross). Die Bratkartoffeln, Frikadellen und Pilze habe ich in Butter rausgebraten. Ja! Kaum zu glauben aber wahr, hier in diesem kleinen Ort irgendwo in China gibt es tatsächlich Butter! Und Dank meiner Kontakte bin ich an gute 100 Gramm sogar kostenlos rangekommen! wink

 

Und dann als Nachtisch:

Einen Marmorkuchen mit einer Füllung aus karamelisierten Weintrauben, gebacken im.... WOK! laughing

Vielleicht will der Ein oder Andere wissen wie das geht?

Ok, hier das Rezept:

 

kleine Weintrauben, die mit ohne Kerne in Hälften schneiden und in etwas Zucker karamelisieren

200 g Mehl mit etwas Backpulver, 2 Eier und 100 g Zucker mischen. Etwas Butter mit 200 g Schokolade (70%ige hatte ich) schmelzen und etwas abkühlen lassen und zum Mehlgemisch dazu geben.

 

100 g Mehl mit etwas Backpulver, 1 Ei, 50 g Zucker mischen.

 

Den WOK etwas ausfetten (Öl geht Übrigens auch). Das 100 g Mehlgemisch reingeben, etwas anziehen lassen.

Die Weintrauben drauf verteilen.

Das 200 g Mehlgemisch drüber geben.

10 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen. Dann für 15 - 20 Minuten bei schwacher Hitze weiter machen. Tja, und dann NICHT meinen Fehler machen und sich fragen warum es wohl nicht fest wird...! Einfach den WOK vom Feuer nehmen, und auskühlen lassen. Weil sonst passiert das was mir passierte: Die eigentlich als hell angedachte Oberseite ist denkbar angeschwärzt. Oups. Lässt sich aber später wieder abschneiden.

Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, diesen vorsichtig von den WOK Rändern lösen. Einen grossen Teller o.ä. auf den WOK legen, beides umdrehen und schon ist das gute Stück serviert! Guten Appetit!tongue-out

 

Dann ging es ans Essen! Eine Wonne zu sehen wie meine chinesischen Kameraden mit grossen Augen dasassen und versuchten mit Esstäbchen meine Hausmanskost zu vertilgen! laughing Einfach toll!

Geschmeckt hat es jedenfalls allen und es wurde sogar nach Nachschlag verlangt! Sehr gut, so muss es sein! Dazu gab es einen schönen französischen Rotwein jahrgang 2011 den ich extra mitgenommen habe. Ein Geschenk meines Taiji Lehrers in Frankreich! Die Götter und ich werden's im zu danken wissen!

Und zum Kuchen habe ich einen Weisswein der "Grand Wall" serviert. Ich muss zugeben, dass der gar nicht mal so schlecht war!

 

Nun kann der nächste Geburtstag kommen!

 

English:

 

 Every year it comes again: The birthday! How old I am now? - Guess it! Even with my new he-goat mustache, as i can give you as a hint, the majority supposes that I am much younger than I am in reality. - Thanks for that! tongue-outcool

 

So, waht to do on a birthday if you are so far away from home and you do not really have your own space like your appartment or house?

As usual in China and likely elsewhere: Play your contacts and stear the conversations towards such an event. The rest will come from alone.

 

So it has been said, so it is done.

 

On my demand a friend , co - owner of one of the local youth hostels, has borrowed me his kitchen! So I could invite 7 persons. Amongst them himself, a friend of my former kung fu school, two female friends, an older lady that i know just by the way and my actual "Ba Gua Quan" trainer.

 

What we have eaten:

Nice baked potatoes, meat loafs germand stile (smashed meat from pork, egg, old breat, as alternative toast, salt, pepper), green beans, poached tomatoes, mushrooms (look similar to ceps but just the half as big). The baked potatoes, meat loafs and mushrooms where baked in butter. Yes! Unbelievable but true, out here in this little town somewhere in China they do have butter! And thanks to my contacts a got round about 100 gramms for free! wink

 

Now the dessert:

A marmor cake with a filling of caramelised grapes, baked in a.... WOK!laughing

Maybe the one or other wants to know how to do that?

Ok, here the recipe:

 

little grapes, those without stones, cut in halfs and caramelised in some sugar

200 g flour with some baking powder, 2 eggs and 100 g sugar to mix. Some butter with 200 g chocolate (had the 70%) to melt and to let cool down, add to the flour mix.

 

100 g flour with some baking powder, 1 egg and 50 g sugar to me mixed.

 

Give some fet in the WOK (by the way, oil is ok too), add the 100 g mix and let it go a little bit.

Add the grapes on the top.

Put the 200 g mix on the top.

 

Let it go for 10 minutes at low temperature. Than for another 15 - 20 minutes at low temperature. Well, and than do NOT the same error like I did and ask yourself why it does not become more hard...! Just pull the WOK of the fire and let it cool down. Otherwise it may happen what has happened to me: What has been supposed to become a light surface would become slightly to dark... Oups. However you can cut it of later.

 

As soon as the cake is cooled down, lift it carefully up from the WOK surface. Put a huge plate or similar above the WOK , turn both and this master piece is ready to be served! Bon appetit!tongue-out

 

Than we start the meal! A delight to see how my chinese mates sit around the table with big eyes and tried to eat my plain fare with chopsticks! laughing Just great!

 

In any way it has tasted to everybody and they even asked for more! Excellent, this is like it has to be! Additionally we had a good french red wind of the year 2011 that I especially brought for that. A present of my Taiji teacher in France! The gods and I will know to thank him for that!

 

And for the cake I have seved a white wine from the "Great Wall". I have to admit that it was not that bad at all!

 

Now the next birthday can come!

  Prepare the cake Prepare the cake Prepare the cake Prepare the cake Prepare the cake Prepare the cake Cake a little bit more dark than expected Baked potatoes Meat Loafs Green beans and tomatoes Yummy! Let's Eat!! Here we go for the cake!

 

Kontaktformular und Reise von Shanghai nach Wudangshan

Montag, 26.10.2015

Dieser Artikel ist NUR auf Deutsch  -  This article is in German ONLY

 

Aus gegebenem Anlass, weil dies wiederholt vorkommt, bitte ich all jene Leser darum, die mich per Kontakformular kontaktieren (Autor kontaktieren), ihre EMail Adresse korrekt anzugeben, insofern tatsächlich eine Rückmeldung meinerseits erwünscht ist.

As expereienced multiple times, I kindly ask all readers contacting me via the "Kontaktformular" (Autor kontaktieren), to please correctly indicate their email addresses and as far as my feedback is asked. No correct email address, no feedback

 

In diesem Fall geht es um die Anfrage ob es machbar ist innerhalb von einem Wochenende von Shanghai nach Wudangshan zu reisen um sich dort den "5 Drachen Tempel" anzugucken:

 

Soweit ich weiss dauert die Zugfahrt von Shanghai bis Wudangshan um die 20-23 Stunden. Einfache Strecke. Auch zur nächst größeren Stadt Shiyan bringt keine wirkliche Verbesserung. Shiyan ist 50 Minuten mit dem Bus 202 vom Park entfernt und kostet 4 RMB.

Der Bahnhof Wudangshan ist nicht wirklich in Wudangshan, sondern in irgend so einem Ort dessen Namen ich notorisch nicht behalten kann... Macht aber nichts. Von dort fährt der Bus 203 für 2 RMB zum Park. Dauert gute 25 Minuten. Und Taxis gibts auch. Weiss aber nicht was das kostet.

 

Zum Tempel selbst:

Die Zufahrt liegt zwischen dem Bahnhof und dem Ort Wudangshan. Normalerweise kostet der Zugang zum Park 250 RMB und man darf eigentlich nicht mit dem Auto rein. Aber so dann und wann für 100 RMB mehr plus Taxi kosten kann man schon was regeln. Ansonsten dauert die Wanderung bergauf gute 4-5 Stunden.

Wenn du von dort aus noch zu diesem "care free Valley" möchtest, musst du weitere 3 Stunden einrechnen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht, da tausende von Stufen zu nehmen sind. Man kommt dann an eine Bushaltestelle und kann sich ein Stück weit fahren lassen. Ist im Ticket mit drin und ein weiterer Bus fährt dann bis zum Haupttor bei Wudangshan runter. Das ist ein anderes als jenes welches ich zuvor beschrieben habe! Und wer ohne Ticket reingekommen sein sollte, sollte sich selbstverständlich nicht erwischen lassen. Angeblich soll es vereinzelte Kontrollen geben.

Wie dem auch sei, es gibt da noch einen anderen Tempel. Ziemlich hoch oben, Nennt sich "goldener Tempel". Da kannst du mit der Seilbahn hoch, die allerdings extra kostet.

 

Ach ja, der nächst gelegene Flughafen hier ist Xiangyang, gute 150 km weit weg. Von dort fahren Fernbusse hierher. Ich weiss nicht was die kosten, es dauert aber ca 4.5 Stunden. Und ein Taxi kostet je nach Verhandlungen 300-500 RMB, dauert 2.5 Stunden.

Wie dem auch sei, im Fazit behaupte ich, dass wenn du an einem Wochenende von Shanghai hin und zurück willst und dabei den Tempel plus das Valley sehen willst, wird das extrem sportlich, letztlich nicht zu schaffen.

Wenn du aber tatsächlich Samstag und Sonntag hier verbringen kannst, ist es kein Problem.

Es gibt im Park auch diverse Hotels. Wenn du dort ein Zimmer ab bekommst ist es sicher, dass du an einem Wochenende alles machen kannst, aber exklusive an und Abreise.

Allerdings habe ich keine infos zu den Hotels, da ich ja an einer der Kung FU Schulen bin...

Wanderung - Hiking

Freitag, 23.10.2015

(English is in Cursiv below)

 

Es ist wieder Wochenende und die Frage kommt auf und war schon seit einiger Zeit da: Was tun?

Mit den Freunden in der Stadt wurde schon seit längerem besprochen mal in ein nahegelegenes UNESCO geschütztes Gebiet Namens "NANYANG" zu fahren. Dort gibt es einen Tempel Names "WU LONG GONG" (Fünf Drachen Tempel) und das sogenannte "Care Free Valley". Sicher, das Gebiet ist erheblich viel grösser und voll mit diversem Tempelanlagen. Mich aber haben die zuvor genannten interessiert. Und So wurde beschlossen, dass wir gehen sollten. Allerdings, auf Grund von Begebenheiten einer Freundin, war dies auf einmal wieder in Frage gestellt. Und so wurde wieder diskutiert, am letzten Mittwoch Abend. Da hiess es auf einmal, ok, wir können gehen. Wie sähe es mit Donnerstag in aller Frühe aus? Ok für mich. Dann wurde es verrückt. Verrückt nämlich die Idee schnell was zu essen und gleich, am Mittwoch Nacht, loszuziehen.... Ok, meinetwegen. Los geht's! Also schnell gegessen, einen Taxitfahrer organisieren, Zelt, Campingausrüstung, Essen einholen und los!

Normalerweise kostet es 250 RMB um in den Park zu kommen. Aber irgendwie haben wir uns mit den Parkwächtern arrangiert und sind.... kostenlos reingekommen. Es war nur der Taxifahrer zu bezahlen! cool

So ging es während einer guten halben Stunde Fahrt zu dritt engste Kurven steil bergauf bis fast vor den Tempel. Noch über 1.5km unsere Campingausrüstung schleppen und wir standen auf dem Tempelgelände.

Wir entschieden uns dafür direkt am Gemäuer unser Zelt aufzuschlagen. Dies war schnell gemacht und wir konnten noch etwas picknicken, Geschichten erzählen und uns dann zu dritt im Zelt....  eng ... machen. Ok, die Nacht war etwas unbequem, das Ambiente aber grossartig!

 

Um Schlag 05:00 Uhr in der Früh brach die Hölle los! Laute Gebete mit lautem Glockenschlag ertönten und eine grosse Masse an Chinese stürmte auf das Gelände! Laut schreiend, rotzend und wie man sich grössere Menschenmenge so vorstellen kann. Also entschieden wir uns dafür einfach mitzulaufen. Hinauf in den Tempel, zugucken wie sie beten, wieder zurück gehen und in Ruhe unser Frühstück einnehmen. Anschliessend noch unsere Campingausrüstung wieder zusammenpacken und weiter tragen. Irgendwie haben wir uns wieder mit Bauarbeitern arrangiert, die unsere Ausrüstung aufbewahrten. Ein Taxifahrer hat die Sachen dann später abgeholt, während wir wandern gingen.

Und zwar in Richtung "Care free valley". Viele, viele, viele, Treppen... Hoch und runter, quasi niemals einfach nur flach, sondern hoch und runter. Geht in die Beine sowas!

Aber schön war es und eine echte Erfahrung wert! Nicht nur landschaftlich und von den Bauwerken, sondern auch emotionel - zwischenmenschlich. smile

 

Wieder zurück in Wudangshan gab es den Kaffee den wir zum Frühstück nicht hatten und etwas später kräftig zu Essen!

 

Eine wunderbare Erfahrung!

 

Im Übrigen wird gesagt, dass einige der dortigen Anlagen bereits ca 1000 Jahre alt seien. Allerdings wurde während der chinesischen Kulturrevolution viel zerstört. Und so, so heisst es, wurden später 300.000 Personen während 12 Jahren damit beschäftigt dieses Gebiet wieder zu dem zu machen was es heute ist.

 

(English):

 

It is weekend again and the question pops up and has been present since a while already: What to do?

With friends in town it has been discussed a while ago to go to a close by UNESCO protected area called "NANYANG". There is a temple named "WU LONG GONG" (five dragon temple) and the so called "Care Free Valley". For sure this area is much bigger and full of temples. However I was interested in the before mentioned ones. And so it has been decided that we should go. But, due to some circumstances of a girl friend, this has been requestioned again. And so we discussed again, last wednesday evening. Suddenly it was ok again to go there. How about Thursday early morning? Ok for me. Than it became crazy. Crazy for the idea to quickly eat something and straight away, wednesday night, to move on... Ok, why not, good for me. So let's go! So, quickly eaten something, organize a taxi driver, tent, camping stuff, buy food and go!

 

Normally it costs 250 RMB to enter to the park. But by any means we arranged it with the park officers ... for free... Only the taxiddriver has had to be paid. cool

 

During a half hour ride with three persons through narrow curves steep up the mountain almost to the temple. Further 1.5 km to carry our comping affairs and we stood on the temple area.

 

We decided to build up our tent directly at the wall of the tempel; This has been done quickly and we could take our picknick, tell us stories and to take a rest with three in the tent...closely... Ok, the night was not that comfortable, however the ambiance has been great!

 

Exactly at 05:00 in the morning the hell broke was let loose! Loud prayings with loud chimes resounded and a huge mass of Chinese run to the temple area! Loudly shouting, spitting and like you can imagine huge masses of humans. Therefore we decided to just go with them. Up to the temple, see how they pray and come back to have a little breakfast in silence. After that getting our camping materials and continue the route. In some way we arranged it with construction workers to take care on our material until a taxi driver would come to pick it up while we continued hiking.

 

And that in direction to the "Care Free Valley". Many, many, many stairs... Up and down, basically never shallow, but up and down. That goes directly into the legs!

But is was great and worth the experience! Not only by the landscape and bulidings, but emotionally - inter human. smile

 

Back to Wudangshan we took a coffee that we could not have for breakfast and some later a good powerful meal!

 

A wonderful experience!

 

By the way, it is said that several of these constructions are ca 1000 years old already. However, during the chinese cultural revolution a lot has been destroyed. And so, it is said, later on 300.000 persons were engaged during 12 years to make thise area what it is today.

 

Camping My friends The temple area Wu Long Gong The temple area Wu Long Gong Sunrise Reconstruction of the temple must go on National Park   Care Free Valley

Master Chen "Schwert" Klasse - Master Chen "Sword" Class

Mittwoch, 14.10.2015

(English in in cursive below)

 

Seit offiziell dem 01 Oktober habe ich wieder einen zweiwöchigen Unterricht mit Meister Chen Shixing. Da mir seine Assistentin nach der ersten Klasse empfohlen hatte das Thema „Schwert“ zu wählen und mir mein Trainer und guter Freund in Frankreich dies während einer entsprechenden Diskussion – es lebe Skype und dessen Zugänglichkeit in China! – bestätigte, werde ich nun also während 2 Wochen am Schwert trainiert werden. Warum mir dies empfohlen wurde ist eigentlich ganz einfach. Erstmal hat die Assistentin meinen Taiji – Stil gesehen und auch mein Push Hands und ausserdem hat der Meister aus zwei Wudang-Schwertformen eine eigene Form kreiert. Mit dieser Form ist er bereits zig – fach Wettkampfmeister geworden und auch sehr bekannt für seine Kunst mit dem Schwert umzugehen. Normalerweise bringt der Meister anderen seinen Stil nicht bei. – Ausser dieses Mal. So gesehen also eine einmalige Chance etwas Besonderes trainiert zu bekommen. Und dies trotz der Tatsache, dass ich das Erlernte dann schon selber weiter kultivieren muss, weil es bis Dato ausser dem Meister und 6 Anderen, mir inklusive, niemanden gibt der diese Form auch kann.

Weiterhin ist der Umgang mit dem Schwert eine sehr gute Methode um zu sehen wie flüssig mein eigenes Taiji ist und wie ich sowohl biomechanische Energie, als auch das famöse „Chi“ (oder „Qi“) umsetze. Denn dies wird an der Bewegung der flexiblen Klinge sichtbar.

Nun gut, wie so oft, so ging auch hier das Unterricht etwas chaotisch los. Denn der 1 Oktober viel auf einen Donnerstag. Für gewöhnlich ist hier Donnerstags frei. Also habe ich mich vorher schlau gemacht ob der Unterricht trotzdem am Donnerstag anfängt oder nicht. Die Antwort lautete „Nein“. Am Mittwochnachmittag unterhielt ich mich zufällig mit jemandem aus dem Büro und diese Person sagt dann völlig beiläufig zu mir, dass der Unterricht Donnerstag anfängt. Aha. Also trat ich am Donnerstag um kurz vor 09:00 brav an, entsprechend gekleidet. Und wieder traf ich die gleiche Person aus dem Büro. Diese dann auch wieder relativ beiläufig zu mir meint, dass ich die Sitzung von 09:00 – 11:00 nicht mitmachen bräuchte, weil ich die ja schon in der Klasse 1 hinter mich gebracht hätte. Definitiv losgehen würde es dann aber um 15:00 Uhr. Na schön. Habe mich also wieder umgezogen und bin in die Stadt gelaufen um 15:00 Uhr wieder trainingsbereit in der Schule zu sein.

 

Und tatsächlich ging es dann los. Eine ziemliche Masse an Schülern. Und es war…. Sterbens langweilig. Sehr langweilig sogar. Selbstverständlich auch auf Grund der Tatsache, dass ich das was dort gezeigt wurde schon längst aus dem ersten Kurz kannte. Und so viele Leute so wenig wussten oder verstanden und die entsprechend dummen Fragen stellten. – Was den Meister zunehmend sichtbar auch angenervt hat.

Also habe ich mich schlau gemacht was im Abendunterricht gemacht werden würde. Klare Antwort: Die Wiederholung vom Nachmittag. Also bin ich lieber mit anderen in die Stadt zum Feiern. Ein gutes Fischlokal, ein Cocktail in der Jugendherberge, alles gut.

 

Dann, am nächsten Tag ging es endlich wirklich los. Wie auch beim ersten Mal mit allen Anderen „normalen“ Schülern das Stretching. Und dann Basis für die Führung eines Schwertes. Das stellte sich als etwas komplexer heraus, als zunächst angenommen, denn ich habe ja schon eine Schwertform. Diese ist aber aus dem Yang – Stil und wird sehr offensichtlich anders geführt, als hier in Wudang.

 

Na, macht nichts. Immer schön die kreisenden Bewegungen üben und tunlichst darauf achten den ganzen Körper einzusetzen, weil sonst der Schulterbereich des Schwertarmes sehr erlahmt und schmerzt…

 

Nach 2 ½ Tagen Basis üben geht es dann auch mit der eigentlichen Form los. Der Meister zeigt es, die Assistentin muss auch noch lernen und uns dann aber korrigieren und schwups! Schon sind ein Paar Unstimmigkeiten da…! Soll das Schwert mehr geradeaus oder mehr diagonal gedreht werden? Mal so, mal so und mir platzt da schon ein wenig der Kragen und ich spreche sie auf Englisch an obwohl sie keins kann. Ich will, dass sie sich festlegt was nun wirklich Fakt ist. So geht das eine Weile hin und her bis Pause ist und jeder danach wieder sein Ding macht. – Und sie wurde wegen nicht Können auch tatsächlich vom Meister angepflaumt. Na ja. So ist das. Der Meister selbst, der auch zum Korrigieren kommt, interessiert sich eher dafür dass wir die Basis – Positionen korrekt einhalten, das war’s aber. Denn, es sei wieder bemerkt, der Rest obliegt unserer eigenen Kultivierung.

 

Eine der Hauptschwierigkeiten ist dennoch, dass der Meister zwar einiges erzählt, aber eben auf Chinesisch. Und sich quasi keine Mühe gibt, warum auch immer, ein Wort auf Englisch in Bezug auf seine Erklärungen abzugeben. Daher muss ich doppelt und dreifach aufpassen und mir Bewegungen sozusagen „ergucken“, die Andere bereits gehört haben, weil der Meister was dazu sagte. Und dies ungeachtet der Tatsache, dass ich durchaus behaupten kann, dass mein Chinesisch – Wortschatz besser geworden ist. Entsprechend habe ich Schwierigkeiten nachzuvollziehen, wann das Schwert z.B. mit der Hand in welche Richtung gedreht wird. Und es sind viele Drehungen sowohl mit der Hand, dem Arm als auch dem gesamten Körper in dieser Form!

In der Mitte der zweiten Woche viel denn doch auf, dass es für uns nicht chinesisch Sprechende eine echte Extramühe ist dem Ganzen zu Folgen. Und so bemüht sich nicht nur der Meister selbst, sondern sogar auch seine Assistentin das ein oder andere englische Wort zu verlieren. Die Assistentin sich sogar von mir ein Paar englische Wörter und Sätze beibringen lässt. – Na, wenn das kein Erfolg ist!

 

So sind wir bereits am Montagmittag mit der Form fertig und haben die nächsten Tage um uns selbst zu trainieren, das ganze flüssiger und vollständiger zu machen. Dabei dürfen letztlich natürlich auch die üblichen Foto – Sessions nicht fehlen. Diese wurde dann auch in einer Glut – Hitze durchgeführt. Lustig war’s! Leider hat sich mein Wochenende erledigt. Der Meister hat bestimmt, dass alle noch Anwesenden aus seiner Klasse Mittwoch und Donnerstag, was hier eigentlich Wochenende ist, da zu bleiben haben um “seine” Form weiter zu üben. Ist aber in gewisser Hinsicht auch verständlich, da wir 8 Leute die einzigen ausser ihm sein werden, die diese Form praktizieren. – Weltweit! Eine Person in Japan, ich in Europa und die anderen halt in China.

 

 

 

English:

 

Since officially October 1st I have a two weeks training again with Master Chen Chixing. As his assistant has recommended to me after the first class to choose for the “sword” and my trainer and good friend in France confirmed that to me during a discussion – hurray to Skype and its availability in China! - I will go for the 2 weeks sword training. Why it has been recommended to me is basically very easy. As first the assistant has seen my Taiji – stile and my push hands and additionally the master has created one form out of two Wudang forms. With this newly created form he became multiple champion already and is very famous for his art to handle a sword. Normally the master does not teach his own form to others. – But this time. Seen like that a unique chance to get trained on something special. And regardless the fact that I will have to cultivate the learned on my own as until now nobody but the master and 6 others, me included, knows to perform this sword form.

 

Furthermore the use of a sword is a very good method to see how fluent my own Taiji isand how I transmit biomechanic Energy as well as the famous “Chi” (“Qi”)because this becomes visible in the movement of the flexible blade of the sword.

 

Well, as so often the training started under chaotic circumstances. The 1rst of October came on a Thursday; usually Thursdays are free days. Therefore I informed myself in beforehand if training will be hold on this Thursday or not. The answer has been a clear “no”. By chance on Wednesday afternoon I was talking with someone from the office and this person said like just by the way, the training would start on Thursday. Aha. So I bravely show up on Thursday just before 09:00 a.m. and well dressed. And again the same person stepped out of the office, the more or less by chance, telling me just by the way that I may not have to take part in the morning session from 09 – 11 as I did it during the first class I had already. The definitive start would be at 15:00 than. Ok so far. Therefore I changed clothes again, walked down to town and have been back in time at school.

 

And indeed classes started. A huge mass of students this time. And it has been….. boring to die. Extremely boring even. Of course also due to the matter of fact that I knew all what has been shown already from the first class I visited. And because so many people didn’t know anything and asked so many stupid questions. – Something that nerved visibly the master the more and more as well.

 

Therefore I searched for some more information to know what would be done during the evening classes. Clear answer: The repetitions of the afternoon. Therefore I decided to better to go with others down to town to party a little bit. A good fish restaurant, a cocktail in the youth hostel, everything so fine.

 

Then, the next day it finally started for good. As like for the first time together with all “normal” students the usual stretching. After that basics for how to handle a sword. It became more complex as I initially thought as I do have a sword form already. However this one is from the Yang – stil and very clearly asks for another way of dealing with a sword than here in Wudang.

Anyway. Always do train circulating movements and for sure to take to use the entire body because otherwise the shoulder area of the sword arm will slow down and hurt a lot…

 

After 2 ½ days of basic training it finally continues with the real sword form. The master shows it, the assistant has to learn that as well and to correct us straight after and hop! Some in discrepancies do appear…! Has the sword to be turned more straight forward or more in diagonal? Sometimes like that, sometimes the other way around and I start to loose patience and ask her in English even though she does not understand or speak it. I want her that she gets fixed and to know the facts. So it goes for a while forwards and backwards until a break and everybody does his own thing. – And finally she got screwed by the master for not knowing how to perform. Well. It’s like that. The master himself, who comes over for corrections from time to time, is more interested in that we correctly do the basis positions and that’s it. This is because, and mentioned once again, the rest is up to our own cultivation.

 

One of the main difficulties however is, that the master explains a lot, however in Chinese only. And he does not do any effort, by which reason ever, to give a single word in English related to his explications. Therefore I do have to pay double and triple attention and have to kind of “look, see and understand” the movements, that the others already could kind of have listened to because the master said something about. And this even I can state that my Chinese vocabulary became better. Consequently I have difficulties to follow and understand when the sword i.e. is to be turned with the hand in which direction. And there are many turnings with the hand as well as the arm and the entire body in the form!

 

In the middle of the second week they finally noticed that for us non – Chinese speakers it is a real huge extra effort to follow correctly the training. And therefore finally the master himself and even his assistant start more to lose the once or other word in English. The assistant is even volunteer to get teached some English words and sentences by me. – If this is not a success!

 

So we finished already on Monday afternoon the form and have the next days to train ourselves, just to get our movements more fluent and complete. At the end of course the usual photo shooting is not to be missed. This has than been done under hot sun. A very funny thing to do! Unfortunately my weekend has been cancelled. The master has given order that all out of my class have to be in school to continue to train “his” form, on Wednesday and Thursday, days being normally our weekend. At the other hand side it is understandable as we 8 remaining people are going to be the only knowing and practicing this form but him. – Worldwide! 1 person in Japan, I in Europe and the others in China.

 

  try to get the form in my brain... training Let's have fun and FIGHT! Let's have fun and FIGHT! Some Meditation Master Classes is over The only knowing this form in the world but the master Show must go on! Let's have fun and FIGHT! Let's have fun and FIGHT! Ready for foto shooting Master is busy with fotos.... Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between Some Ba Ji Quan in between The assistant trainer and I

Ein Auszug aus einem Kommentar - An extract of a comment

Freitag, 09.10.2015

(English is below in cursive)

 

秋分 (chin. "Qiu fen") der 23 September: Es ist ein halbes Jahr vergangen seit de Tag- Nachgleiche des Frühjahrs. Tag und Nacht haben die gleiche Länge. Aber ab dem nächsten Morgen, Stück für Stück, wird die Nacht über den Tag siegen... Nächste Etappe: Der 08 Okotber 寒露 (chin. "Han lu": rosige Kälte; im chinesischen Agrar - Kalender) : Ab diesem Tag scheint das rosige gefrieren zu wollen: Der Herbst ist bereits gut fortgeschritten. Das Dämmerlicht färbt sich rot und alles wird wunderschön.

Die nächste Etappe ist am 23 Oktober 霜降 (chin. "shuang jiang") ! Der Raureif kommt heran und bedeckt die gesamt Vegeatation mit einer leichten weissen Schminke.

 

English:

 

秋分 (chin. "Qiu fen") the 23rd September: A half year has passed since the day - night equality of the spring. Day and night have the same duration. However, from the next morning on, step by step, the night will take over the day... Next stage: The 08 October 寒露 (chin. "Han lu": rose cold as per the chinese agrar calendar) : From this day on it seems like the auroral wants to freeze: The autumn is quite advanced already. The crepuscule stains into red and everything will become georgous.

 

The next stage is October 23rd 霜降 (chin. "shuang jiang") ! The white frost arrives and covers the entire veggitations with a light white make - up.