Berichte von 09/2015

Das chinesische Mit – Herbst Fest - The chinese Mid-Autumn Festival

Montag, 28.09.2015

(English is in curisve below)

 

Dieses Jahr, das Jahr 2015, startete entsprechend dem chinesischen Kalender, welcher ein Mondkalender ist, am 15 August das „Mit – Herbst Fest“ und endete am 28 September.

In diesem Zeitraum, so wurde mir erzählt, erreicht der Mond seinen Zenit und steht damit am höchsten und auch am vollsten. Er hat seine grösste Kraft entwickelt. Ganz besonders an diesem Jahr 2015 ist, dass pünktlich am 28 September ein sogenannter „Blut Mond“ erscheinen wird. Leider nicht hier in Wudangshan sichtbar, weil es hier recht bewölkt und sogar regnerisch ist.

Am 27 bzw 28 September wird in den Familien und unter Freunden gefeiert. Dabei werden auch sogenannte Mondkuchen verschenkt. Und zwar ganz besonders an enge Familienmitglieder, enge Freunde und auch an die Person, in die jemand verliebt ist. Die Preise für so einen Mondkuchen sind genauso unterschiedlich wie für eine Flasche Wein. Und entsprechend gibt es da die verschiedensten Geschmacksrichtungen. Manche sind richtig bunt, andere mit einfachen bis exotischen Füllungen und sogar als Fleisch – bzw. Gemüsevariante zu haben.

 

Während des Festes selbst wird zusammen relativ simpel gegessen und dann, getrunken (und zwar nicht zu knapp…), Mondkuchen gegessen, gelacht, gesungen und so weiter. In einigen Städten werden auch richtige Feste organisiert. Und dann ist da die Hauptsache einen Blick auf den Mond zu erhaschen! – Wenn das Wetter es zulässt.

Dank einer sehr sehr guten Freundin hier vor Ort habe ich Kontakt zu vielen Einheimischen bekommen und wurde an jenem Abend zu denen nach Hause eingeladen! Von jener besagten Freundin, die leider nicht dabei sein konnte, weil sie beruflich kurzfristig nach Shanghai musste und dort 2 Monate bleiben sollte, habe ich einen besonders grossen Koffer an Mondkuchen bekommen (…).

Ausser mir sind noch ein paar andere Gäste da gewesen, lokale, überhaupt aus China und sogar der inneren Mongolei. Da hier die Smartphone – Anwendung „We Chat“ (so ähnlich wie facebook und WhatsApp zusammen) sozusagen überlebens wichtig ist, habe ich diese Anwendung auch. Und weil ich sie habe, habe ich nun auf einmal noch mehr Kontakte seit diesem Fest!

 

(English):

 

This year, the year 2015, in accordance to the Chinese calendar that is a lunar calendar, on August 15 the ‚mid-autumn festival“ started and ended on September 28.

During this period, as it has been told to me, the moon is at his zenith and therefore at his highest point and the most full. He has developed his biggest power. The speciality in this year 2015 is that exactly on September 28 a so called “blood moon” will appear. Unfortunately not visible here in Wudangshan as it is quite cloudy and even rainy.

 

An September 27 or 28 people celebrate in their families and between friends. At this opportunity so called “moon cakes” are given to each other. Especially to closer family member, closer friend and also to that person in that someone is in love to. The prices for such a moon cake are as various as for a bottle of wine. And of course very different variations of taste are available. Some are very colored, others filled with simple to exotic fillings and even meat – and vegetable fillings are available.

During the festival people eat relatively simple and after that they drink (not to less…), eating moon cakes, laughing, singing and so on. In some cities real festivities are organized. And then there is the main point to get a view to the moon! – If the weather allows it…

 

Thanks to a real good girl – friend I have here in town I got contact to many inhabitants of this town and therefore got invited for that evening to their home! From this mentioned friend, who unfortunately could not be present as she had to go on short notice to Shanghai and should stay there for the next two months, I go a very big box of mooncakes (…).

 

But me there were some more guest, locals, in general from China and even from the inner Mongolia. As here in China the smartphone application “WeChat” (similar to facebook and WhatsApp at once) is let’s say important to survive, I do have this application, too. And because I do have it I now have even more contacts since this festivity!

 

Mid-Autumn Festival with friends Mid-Autumn Festival with friends Mid-Autumn Festival with friends My mooncake box from my friend My mooncake box from my friend Mooncake Mooncake

Ein Monat Wudangshan, ein Resumé - One month Wudangshan, a resumé

Freitag, 25.09.2015

 (English is below in cursive)

 

Seit nunmehr einem Monat bin ich an der Schule in Wudangshan um Tai Chi sowie Diverses, was dazu drum herum dazu gehört, weiter zu lernen.

Wie in vorhergehenden Artikeln beschrieben gab es gerade in der Anfangszeit diverse Problemchen. Angefangen von administrativen Angelegenheit, zu anderem Benehmen der Bevölkerung als wir dies in Europa kennen und vielen anderen Dingen. Es war auch deswegen schwer gewesen, gerade weil hier so viele Dinge anders sind als ich es gewohnt bin. Und da jeder seiner Volkzugehörigkeit und Lebenserfahrung entsprechend Gewohnheiten mitbringt, kann so ein Ausflug schon mal zu Unstimmigkeiten führen. Deswegen ist so eine Reise aber auch durchaus nützlich, nämlich um eigene Verbohrtheiten oder anders gesagt schlechten Gewohnheiten wieder aufzubrechen und einen Wandel an sich selbst herbeizuführen.

Inzwischen habe ich mich an das Meiste gewöhnt. Sogar an das notorische Schmatzen, Schlürfen und Rotzen. Auch die Eigenart dass den Meisten hier ständig nachgeholfen werden muss, damit sie ihre Arbeit weiter machen macht inzwischen schon fast Spass. Woran ich mich nicht gewöhnt habe ist die Luftqualität. Und über 3 Mal am Tag Reis maule ich auch nicht mehr. Hauptsache ich bin satt. Ein Anzeichen von Genügsamkeit und trotzdem zufrieden sein?

An dieser Stelle:

Es ist schon bemerkenswert, dass die Meisten Bewohner hier recht einfache Leute sind, jedenfalls im Verhältnis zu uns Westlichen. Sie haben relativ wenig, die Behausungen sind meistens ebenso einfach oder qualitativ aus unserer Sicht minderwertig, aber dennoch: Die Meisten hier scheinen durchaus zufrieden zu sein mit dem was sie haben und teilen noch dazu relativ gerne! Kaum zu glauben aber war. Auch eine recht schöne Erfahrung, die mir so bisher nicht wirklich bekannt war.

Auf der anderen Seite steht, dass man als nicht – Chinese z.B. auf dem Markt gerne mal beschissen wird. Aber wer’s weiss kann damit auch umgehen.

Ansonsten kann ich durchaus sagen, dass die Chinesen recht gesellige, schon fast neugierige Leute sind. Wenn es etwas zu feiern und zu spielen gibt sind sie recht schnell bereit mitzumachen.

Selbst die Bauernhöfe sind hier sowas von dermassen runtergekommen, dass niemand in unserer westlichen Welt auch nur ansatzweise auf den Gedanken kommen würde, dort z.B. noch nach „frischen“ Eiern zu fragen. Denn die Hühner laufen hier in einer Müllhalde rum, selbst dann wenn der Hof selbst in der Natur liegt. Vollgemüllt ist er aber trotzdem.

 

Und die kleinen Tierchen die es hier gibt erregen meine Neugier auch nicht mehr; Selbst der Tausendfüssler in den unten aufgeführten Photos nicht. Am Anfang wusste ich nicht was das für einer ist. Da habe ich ihn mal mit einem kleinen Stecken etwas angeschubst. Das hat er sich nicht 3 Mal sagen lassen und lief plötzlich mit erhobenem rotem Kopf auf mich zu! Da habe ich nicht schlecht geguckt! Und noch mehr habe ich geguckt, als der noch dazu anfing eine grünliche Flüssigkeit zu verspritzen! – Na, habe ihn dann halt in Ruhe gelassen und später gelernt, dass der halt fies und gemein ist und später mal ein recht hässlicher Falter wird.

 

Also, rundum im Ganzen, selbst nach vielen Anfangsschwierigkeiten und den vielen Herausforderungen die zweifelsohne noch vor mir stehen, es ist gut hier zu sein!

 

Wundangshan selbst ist recht schnell gemacht. In der Nähe gibt es den Wudang Berg, berühmt für seine Tempelanlagen. Den besuche ich aber erst gegen Ende Oktober. Der Grund ist ganz einfach, dass ich die Landschaft mit herbstlich bunten Laubwäldern sehen möchte. Ausserdem ist es dann noch kühler und damit lassen sich tausende von Treppen die dort zu erklimmen sind leichter bewältigen.

Im Ort gibt es noch nicht mal eine richtige Bar. Gut, man könnte es in der ein oder anderen Hotel Bar versuchen lohnt sich aber nicht. Dann ist da „K-TV“. Ein moderne Karaoke Bar. Dies wurde kurz schon im Artikel eines chinesischen Geburtstag erwähnt. Na ja und dann sind da noch diverse kleinere oder grössere Seen. Und alle heissen irgendwie „Taiji Lake“. Einer davon ist unweit der Schule, reicht bis an die Stadtgrenze und soll wohl der zweit grösste Stausee Chinas sein. – Glaube ich aber kaum, weil da nicht so viel Wasser drin ist. Siehe Artikel zum Thema ein Tag in Wudangshan. Auf der Stadtseite kann man sich Fährräder mieten. Für eine bis drei oder sogar vier Person. Ist ein riesen Spass damit an den See zu fahren! – Und den Strassenverkehr zu überleben…. Und das war’s dann im grossen schon an Aktivitäten. Nun kann man sich die Frage stellen was die Einwohner dann machen? Na ganz einfach: sich abends auf irgend welchen öffentlichen Plätzen treffen, ob sie sich kennen oder nicht, zu schrill – lauter Musik „Tanzen“, selber musizieren, sich zu einem Spiel mit Karten oder so einer Art Dominosteinen usw auf den Strassen treffen. Sozusagen „Eigen – Animation“. Dabei werde ich immer den Eindruck nicht los, dass die chinesen hier sich mehr kindliches beibehalten haben, was uns „westlich – zivilisierten“ bei unserem Heranwachsen ab – erzogen wurde.

 

Ich treffe hier sogar auf Beweise, dass es in bestimmten Bedingungen und Rahmen auch durchaus gesellschaftlich möglich ist ohne Geld miteinander klar zu kommen und Geschäfte zu betreiben. Nach dem Motto "Du kochst für mich, ich repariere etwas für dich". Oder einfacher gesagt "eine Hand wäscht die andere", alles beruht sich auf sich gegenseitig einvernehmlich kennen und schätzen. Und dies ist mit einfachsten Mitteln möglich, ohne grossen (bürokratischen) Aufwand und Hindernisse.

So allmählich fühle ich mich hier tatsächlich wohl.

 

Änderung ist am Anfang hart, chaotisch mittendrin und hinreissend am Ende

 

English:

Since now more than one month I am at the school in Wudangshan to learn Tai Chi and diverse thins around it.

 

As described in former posts especially at the beginning there were several smaller problems. Starting from administrative things to behavior of the population as we do know that in Europe and many other things. It also has been difficult because there are so many things different than I am used to know them. And as everybody pending on his ethnicity and live experience brings different habitudes than such an excursion can show up with several discrepancies. Therefore such a journey however can be very useful in regards to break up your own stubbornness or in other words bad habitudes and to call for a change.

 

In the meanwhile I got used to the most. Even the notorious smacking, slurping and sniffing shots. Also the peculiarity that the most have the need to get their asses kicked twice in order to make them to do or even deliver their job correctly from a Chinese point of view. And that even start to become fun. On what I did not get used to is the air quality. And about the 3 times a day rice I do not gripe any more. The main point is that I am filled up. Maybe a sign of frugality and still being satisfied?

 

At this point:

It is really notable that the most inhabitants out here are quite simple persons, or at least in relation to the west. They do not have much, the housings are simple or from our point of view of low quality but even though: The most out here seem to be happy with what they do have and on top of that like to share! Hard to believe but true. Another quite nice experience that I have not lived like that until so far.

 

At the other hand side there is the fact that as a non – Chinese i.e. at the market they like to trick you out. But if you know about it you can avoid it.

 

Apart from that I can say that the Chinese are quite convivial, almost curious people. If there is something to celebrate and to play than they are quite quick ready to take part of it.

 

Even the farms are somewhat messed up that nobody out of our hemisphere would just have the most little idea to go there just ask for “fresh” eggs. It is because the chicken run around in a garbage dump even so the farm is out in the nature. But is still a garbage dump.

 

And the little animals that do exist here do not exite me any longer; Even the millipede in the below shown photos does not. At the beginning I didn’t know what he is like. So I kicked him a little bit with a little stick. He hasn’t asked three time to repeat that again when he suddenly lifted up his red head and started to run towards to me! That surprised me a lot! And I even looked more surprised when he started spraying a light green liquid! – Well, I decided to leave him alone than and learned some later on that this specimen is really base and mean and will become later on a ugly moth.

 

So, after all, even after several issues at the beginning and many challenges that will come up without any doubts, it is great to be here!

 

Wudangshan is relatively quickly done. Close by is the Wudang Mountain, famous for the temple areas. This one I am going to visit around end of October. The reason is simply that I want to see the scenery in autumn like colored deciduous woodland. Additionally it will be much cooler than and therefore the thousands of stairs that are required to step up and down in the mountaings will be much easier to be done.

 

In the city there is even not a real good bar. Well, you could try it at the one or other hotel bar, but they are not worth to go there. Than there is “K-TV”. A karaoke bar. This has been described in the article about a chinese birthday already. So far so well than there are different smaller and bigger lakes. And by any reason they are all called “Taiji Lake”. One of them is not far away from school, goes to the border of town and is supposed to be the second largest barrier lake of China. – I don’t believe that as there is not much water in. See the article about a day in Wudangshan. In town you can borrow bikes. For one up to three or even four persons. It is an enormous fun to ride down to the like with them! – And to survive the city traffic….And that’s basically with the activities. Now you could ask the question what the inhabitants are doing? Well, that’s easy: to meet each other in the evening somewhere at the public places, if they do know each other or not, to “dance” to scuril loud music, do music on their own, do gamble with cards or a kind of domino stones on the streets. Let’s call it a “auto – animation”. Looking at that I always have the impression that the Chinese kept somethings from their childhood that has been un – educated in our “western – civilized” world.

 

I even get proofs out here that under specific circumstances even under business point of view it is possible to get along with each other without any money and to do good business. As per the moto “you cook for me, I repair something for you”. Or more easy “one hand washes the other”, everything is related to know each other on a confident and respectful basis. And all this with most easiest means, without bureaucratic means and obstacles.

 

Step by step I start to feel quite well here.

Change is hard at first, messy in the middle, and gorgeous at the end

 

Poisonous Millipede Mantis Mantis Dancing Fun - Time with the masters assistant Dancing Fun - Time with the masters assistant Dancing Fun - Time with the masters assistant View over one of these Taiji Lakes Shopping at a farm with some of my chinese friends Shopping at a farm with some of my chinese friends Shopping at a farm with some of my chinese friends Shopping at a farm with some of my chinese friends Made new friends and got invited straight away for lunch another school image another school image Somewhere downtown WudangshanCommon TrainingCommon TrainingWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townWalk via the backyards down to townGet mu shoes repaired for less than 1€Walk via the backyards down to townVisit my swordmakerGet a Coffee.......and play billardChill - OutHave dumplingsWith other studentsNoolde ShopNoodle Shop

Ausflug in das Tal der Qin Leute - Excursion to the Valley of Qin People

Donnerstag, 17.09.2015

Aktualisiert - Updated - Aktualisiert - Updated - Aktualisiert - Updated - Aktualisiert - Updated

 

(English is below in cursive)

 

Organisiert von einer Mitschülerin aus Hong Kong sollte es heute in die Berge in ein « Guqin Dorf » (Tal der Qin Leute") gehen. Eine Guqin ist eine chinesische Zitter.

Hierfür wurde ein kleiner Privatbus mit Chauffeur organisiert, damit 7 Leute transportiert werden konnten. Der Kostenpunkt wurde mit 70 RMB pro Person angegeben, um den Bus zu bezahlen und Lebensmittel für die Dorfbewohner mitzubringen.

Es ging um 06:30 los, zunächst in eine nahe gelegene Ortschaft, etwas frühstücken. Ausnahmsweise mal keinen Reis sondern frische Nudeln mit Fleisch und….Chili. War aber gut. Anschliessend über den örtlichen Markt zum Einkaufen. Unter Anderem einen 10kg Sack Reis, Obst, Gemüse und Diverses an kleinen Dingen. Nach einigen Umwegen fuhren wir über engste Gebirgsstrassen bis auf ungefähr 3000 Meter Höhe. Dort durfte ich den Reissack dann über einen guten Kilometer über schmale Bergpfade ins Dorf tragen. Habe ich auf dem Kopf gemacht, da ich wenigstens eine Hand zum gelegentlich Abstützen brauchte…

Inzwischen merkte ich auch diese Höhe im Kopf:

ein notorisches leichtes Brummen. Nun gut, vielleicht lag es auch grundsätzlich am Wetter, welches recht wolkig gewesen ist. Zunächst wurden wir auf eine Terrasse zum hauseigenen Tee eingeladen. Nach einer sehr allgemein gehaltenen Vorstellungsrunde gab es dann auch Guqin Musik. Eine sehr angenehme Art von Klang und passt hervorragend in die Landschaft! Zufälliger Weise kannte der Dorfchef eine sehr gute chinesische Bekannte von mir, die gelegentlich zu ihm kommt um bei ihm das Guqin – Spielen zu lernen. So erzählte ich ihm, dass ich derjenige bin, der dieser Bekannten ihren westlichen Namen „Skye“ gab. Da der Dorfchef selber vor nicht langer Zeit Vater eines Mädchens geworden war, bat er mich darum, seiner Tochter einen deutschen Namen zu geben. Nach ein wenig Guqin und Tee mehr kam mir plötzlich, warum auch immer, der Vorname „Karin“ in den Sinn. So heisst seine Tochter jetzt „Karin“. Sowas ist eine grosse Ehre, wenn diese Leute darum bitten Namen zu vergeben. Es entsteht sozusagen eine geistige Verbindung untereinander. Daher auch die hiernach aufgeführten Photos.

 

Dann wurden ein paar Wenigen, mir inklusive, noch die Guqin Produktion gezeigt. Die reine Trocknungs – und Vorbereitungszeit des Holzes dauert 6 Jahre! Der Chef schafft es in einem jahr bis zu 15 Guqin fertigzustellen.

Er zeigte auch Photos davon, wie seine Gemeinschaft vor 3 Jahren das Dorf aufgebaut hat. Jeden einzelnen Zaun aus Bambus, jedes Haus aus Flechtwerk und Lehm, den kleinen Dorfplatz aus Stein, die grosse überdachte Holzterrasse, die Felder angelegt, kurz gesagt: Alles!

Selbst die hinter dem Dorf gelegenen Tee – Plantagen.

Einen Teil der Produktion verkaufen sie, den anderen verwenden sie selbst. Und sie leben vom Bau und Verkauf der Guqins sowie einzelner Besucher die länger als einen Tag im Dorf bleiben. Selbstverständlich wird in diesem Dorf auch das hier übliche Taiji und Qi Gong kultiviert…!

 

Nach dem Rundgang wurde Essen serviert. Ok, es ist das Übliche gewesen, nämlich Reis, gemischstes Gemüse und ein Paar Happen Hühnerfleisch mit dabei. Aber! Quasi kein Öl dran, nicht übermässig scharf, kein Salz! – Schlichtweg LECKER!

Danach gab es weitere Teerunden und wir wurden auch mit hauseigenem „weissen“ und „schwarzen“ Tee beschenkt. Und plötzlich wurde ich aus heiterem Himmel gefragt, ob ich nicht mein Taiji vorführen wolle. Ich war sowas von überrascht, dass ich zwar damit angefangen habe, aber einen Neustart hinlegen musste. – Oups! Es hat sie trotzdem gefreut und ich durfte auch deren Taiji sehen. Und nun habe ich einen Kontakt mehr hier in China!

Zum Abschluss durfte sich jeder der wollte noch an Kaligraphie versuchen. Habe ich auch gemacht. Und mein Schriftzeichen wurde durchaus mit Begeisterung aufgenommen, wenn ich auch zweifelsohne den Pinsel nicht wirklich richtig gehalten habe. Das Ergebnis passte aber! Dieses Schriftzeichen bedeutet „Herz, Liebe, Freundschaft“.

 

Auch hier wieder, entsprechend der chinesischen Manier, gab es zum Abschluss eine Photo – Session.

Und wie kaum anders zu erwarten, stellte sich zum Abschluss der ganzen Fahrt seitens der Organisatorin heraus, dass jeder nochmal 22 RMB drauflegen müsste. Wozu auch immer genau, Hinweis dass man den Dorfbewohnern noch ein Geschenk in Form von Geld machen wollte, aber wozu der Rest ausgegeben wurde steht in den Sternen.

 

Wie dem auch sei. Dies war seit Ankunft hier mein bester und erfahrenswertester Ausflug!

 

 

English:

Organized by another student coming from Hong Kong it should go to the mountains today in a village named „Guqin Village“ ("Valley of Qing People"). A guqin is a chinese cittern.

Fort hat purpose a privat bus with driver has been organized to transport 7 persons. The cost has been estimated at 70 RMB per person to pay the bus and foodstuff for the village people.

 

We started at 06:30, at first direction to a close by small town to have some breakfast. Exceptionally no rice but fresh noodles with some meat and…. Chili. But it was tasty. After that we walked through the local market to purchase our stuff. Under others a 10 kg sack of rice, fruits, veggies and different other smaller items. After several deviations we drove via very narrow mountains paths up to 300 meters altitude. There I was requested to carry on the sack of rice for another kilometer via small mountains paths up to the village. I carried that on my head as I need at least one free hand to stabilize myself…

 

In the meanwhile I even felt the altitude in my head: a notorious slight humming. Well, maybe it was basically the weather that has been quite cloudy. At first we were invited to get a seat at the terrace for a homemade tea. After a very general presentation round some guqin music was plaid. A very pleasant type of sound and fitted perfectly into the landscape! By chance the boss of the village knew a very good Chinese friend of mine who comes to him from time to time to learn to play the guqin. So I told him that I am the one who gave to this Chinese friend her western name “Skye”. As the boss of the village became father of a girl not to long time ago he asked me to give his daughter a german name. After some more guqin and tea I suddenly had the pre-name “Karin” in my mind. Therefore his daughter is called “Karin” now. Something like that is a big honour if those people ask to give a name to her children. A kind of spiritual connection is created. That’s why there are some photos of that here after.

 

Than a few persons, me included, the guqin production has been shown. The pure drying and preparation process of the wood takes 6 years already! The chief is able to produce up to 15 Guqin per year.

 

He also has shown us photos how his community has built up the village 3 years ago. Each single fence made out of bamboo, each house of wattle and loam, the little village place of stone the big covered wooden terrace the field, in short: Everything!

 

Even the tea – plantations behind the village.

 

A part of the production is for sale the rest is kept. And the live from the construction and selling of guqins as well as some visitors that stay longer than one day in the village. Of course the do cultivate in this village the for this area usual Taiji and Qi Gong…!

 

After this circuit the meal was served; Ok, it has been the usual, means rice, mixed veggies and some parts of chicken meat. But! Almost no oil, not that spicy and no salt! – Utterly DELICIOUS!

 

After that another round of tea took place and we were given some homemade “white “ and “black” tea. And than, suddenly, I was asked if I would not like to show my Taiji. I was somewhat surprised that I have started indeed, but have had to restart. – Oups. Nevertheless they were lucky with that and I was allowed seeing their Taiji too. And now I do have one more contact here in China!

At the end all those who wanted could get a try in calligraphy. So I did. And my written character has been well received with enthusiasm, even though and without any doubt I haven’t hold the brush correctly. However the result was good! This character means “heart, love, friendship”.

 

Once again also here, in accordance to Chinese manners, at the end we had a photo – session.

 

And as it could be expected, it has been revealed at the end of the journey by the organizer, which another 22 RMB would have to be paid. For whatever, remark to do a present to the village people in form of money, however for what the rest has been dispensed is unknown.

 

Any way. This has been the greatest and most worth to experience journey since my arrival!

Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Market before to go to the Valley Dumpling Cooker Dumpling 10 Kg Rice to Balanve ...and bring the rice up in the mountains....   Valley of Qin People (Guqin Village) Guqin Village Guqin Village Guqin Village Guqin Song Guqin Production Guqin Production Tea Plantation Tea Plantation - View to the Village Get a Tea Get a Tea Guqin Playing   Guqin Playing Guqin Playing Taiji Performance Taiji Performance Taiji Performance To leave a final caligraphy My Caligraphy (means Heart)

Ein kleiner Ausflug in Wudangshan - A little excursion to Wudangshan

Donnerstag, 10.09.2015

(English is in cursive below)

 

Es ist Wochenende gewesen und Zeit ein wenig mehr in Wudangshan unterwegs zu sein, als die übliche Strecke mit dem Bus 203 von der Schule zum grossen Supermarkt, der nicht wirklich gross ist, aber immerhin hier der grösste, und zurück.

Also entschied ich mich dazu an den nahegelegenen "Taiji Lake" zu gehen. Zu Fuss. Dort wird derzeit eine Art Marina gebaut. In der Tat, es wird dort eine ordentliche Anzahl an Restaurants, Cafés und exklusiven Wohneinheiten geben. Allerdings wächst dort wo einmal Schiffe anlegen sollten, Gras. Der See hat sich irgendwie von Dannen gemacht und liegt wenigsten 2 km weiter weg. Auch gibt es an dieser Marina das sogenannte "Taiji Theater". Ein riesen Komplex, in der Nacht im Übrigen per externer Lasershow bestrahlt, in welchem täglich eine Art Musical zum Thema "Taiji" aufgeführt wird.

Auch eine riesen Pagode ist dort noch im Bau befindlich, welche anscheinend einmal ein Hotel - Komplex werden wird. Auf der anderen Seite gehe ich dann weiter in Richtung Wudangshan, wo ich nach einer gesamten Laufzeit von knapp 2 Stunden auch ankomme. Inzwischen hat auch der tägliche Markt geöffnet. Ich gönne mir dort von einem der zahlreichen Streetfood - Ständen eine Schale gewürzter Kartoffeln (ja, KARTOFFELN und kein Reis!!) und zwei Fleischspiesse. Bei den Kartoffeln bin ich mir sicher, dass dies Kartoffeln sind, bei dem Fleisch weiss ich nur, dass es Fleisch ist. Aber welches??? - Manchmal ist es gut keine Fragen zu stellen....

So schlendere ich hin und her und Gucke und vergönne mir schon fast gewohnheits gemäss in der Jugendherberge einen echten Kaffee. - Dies ist echt eine Bemerkung wert, denn ansonsten gibt es hier im Ort keinen ordentlichen Kaffee und in der Schule sowieso nicht. Wieder zurück über den Markt, welcher sich inzwischen deutlich gefüllt hat, geht es langsam aber sicher weiter in Richtung alten Bahnhof, welcher nicht mehr als solcher genutzt wird. Es befindet sich heute ein Nachtmarkt bzw Freiluft Restaurant dort. Es handelt sich dabei um mobile Restaurants. Die Köche bringen Stühle, Tische, Waren und Kochutensilien mit. Der Konsument wählt unter den Waren aus, der Koch haut alles in das übliche heisse Öl des Woks und fertig ist es! Ein Bier dazu, was will man mehr. Irgendwie werde ich aber den Eindruck nicht los, dass es verschiedene Preiskategorien je nach Herkunft der Konsumenten gibt. Denn Preisschilder gibt es hier nicht....Ab in den Bus und zurück in die Schule über einen Feldweg vorbei an einer Art Bauernhof auf dem ein Schwein gehalten wird. Neulich war da noch ein schwarzes Schwein. Dann gab es in de Schule zu Essen. Und dann war das schwarze Schwein nicht mehr da...

 

English

 

 It has been the weekend and time to run through Wudangshan some more than by the usual way with Bus 203 from the school to the big supermarket that is not really big, but the biggest here and back.

So I decided to walk to the nearby "Taiji Lake". They are about to construct a kind of marina there. Indeed, there will be a certain number of restaurants, cafés, exclusive housing entities and so on. However, there were ships are supposed to land, gras is growing. By any means the lake has disappeared and is now some round about 2 km far away. There is also the so called "Taiji Theater" close by the marina. An enormeous complex, in the night by the way enlightened by an external laser show, in that every day a kind of musical with subject "Taiji" is performed.

There is a huge pagoda as well, still under construction and looks like becoming a hotel complex in the future. At the other side I continue walking down to Wudangshan were I finally arrive after a 2 hours walk. In the meanwhile the daily market has opened. I indulge myself to get from one of the plenty of street food stands a bowl of spiced potatoes (yes, POTATOES and NO rice!!) and two meat spits. As for the potatoes I am sure these are potatoes, as for the meat I just know that is is meat. But which kind of?? - Sometimes it is wise to not ask questions....

So I maunder to here and there and have a look and  indulge myself almost as a habid in the youth hostel a real coffee. - This is really a worth a comment because otherwise there is not good coffee out here and for sure not at the school. Back again to the market, that has grown in the meanwhile, my direction is slowly but steadily to the direction of the old train station that is not any longer used as such. Nowadays there is a night market respectively an open air restaurant. These are mobile restaurants. The cookers bring the chairs, tables, incredients and cooking devices; The consumer does his choice, the cooker throws everything in the usual hot oil of the wok and that's it! With a beer on top, there is nothing more needed. By any reason I am followed by the impression that there are different pricings depending on the origin of the consumer and as there are no price indicationgs... A hop to the bus and back to school, passing via a country lane, next to a kind of farm holding a pork. Recently there has been a black pork too. Than we had lunch at school. And than the black pork has not been there any more....

 

 

Market Street FoodMarket Street Food - Spicy Potatoes Market Street Food - Spicy Meat, which kind ever.... Wudangshan Daily Market Wudangshan Daily Market Wudangshan Daily MarketWudangshan Daily Market Wudangshan Daily Market ...no comment... One of the plenty of Taiji figures  Tai Chi Theater   A part of Taiji Lake Street Restaurant at the old station My meal is close to be done Way back to school Way back to school Way back to school Way back to school - The building in the left corner is the school

Unterricht mit Master Chen Shixing, Klasse 1 - Lessons with Master Chen Shixing, class 1

Dienstag, 08.09.2015

(English is in cursive below)

 

An der Schule werden 3 Unterrichtseinheiten mit dem Meister Chen Shixing (unterstützt von seiner Assistentin Frau Hu) angeboten. Die erste handelt vom "dan tian", dem allgemeinen Energiefluss im Körper, wie dieser aufzubauen ist und im Körper zirkuliert werden kann. Ausserdem gehören die Taiji Basis - Schritte und die sogenannte Form 13 dazu. Der Kurs 2 behandelt Basis - Techniken des Schwertes. Kurs 3 geht mehr auf eine explosivere Form Namens Wu Xing Quan. Diese Kurse sind nicht abhängig voneinander, fangen jedoch gemeinsam an jedem Ersten eines Monats an und hören an jedem 15ten eines Monats auf. Ich habe mich erstmal für den Kurs 1 entschieden und werde die ersten beiden Wochen im Oktober den Kurs 3 besuchen.

Gleich am ersten Tag wurde bei einer Art Konferenz mit dem Meister klar, dass zu seinen Kursen viele Leute aus ganz China anreisen. Daher wurde die Einführung sowie der Kurs auf.... Chinesisch abgehalten... Ein simples Nachfragen beim Meister nach dem Kurs, wie es aussieht mit dem ein oder anderen Satz auf Englisch, wurde zugesagt, aber, ihr könnte es Euch denken, nicht eingehalten. Also fragte ich während des Kurses und in den Pausen immer wieder nach, was denn Inhalt gewesen ist. Der Meister verteht auch durchaus ganz gut Englisch und kann auch leidlich antworten. Es muss aber eben extra nachgefragt werden. Manchmal ist auf spezifische Anfrage hin Maik (bereits in einem anderen Artikel beschrieben) anwesend um mit Übersetzung nachzuhelfen. Vielleicht hätte auch der vorherige Besuch dieser Webseite www.reiseinsidertipp.de geholfen?

Entsprechend dem ersten Tag gab es im schuleigenen Tempel eine kleine Eröffnungszeremonie. Bei dieser wurden diverse spezifische Papiere und reichlich Räucherkerzen in Brand gesetzt und vor den Götzen im Tempel abgelegt. Anschliessend noch jeder ein individuelles Photo mit dem Meister und schon konnte am Nachmittag das eigentliche Programm gestartet werden.

Nun gut. Das übliche Training lief wie folgt ab:

Gleiche Trainingszeiten wie alles Anderen auch. Auch das notorisch gleiche Stretching wie alle Anderen.

Dann der Unterschied:

In den ersten Tagen lernten wir wie man sich im Taiji korrekt bewegt und warum diese Bewegungen so sind wie sie sind. Zugegeben, der Meister hat auf Grund seiner Bewegungen es schon gut geschafft nicht chinesisch Sprechenden zu zeigen wie sich bewegt wird. Und diese Bewegungen wurden dann stundenlang wiederholt. Zum Beispiel "Wolkenhände", eine aufrechte Position mit sich diagonal von links nach rechts drehenden Armbewegungen. Keine Seltenheit, dass wir dies in den ersten 3 - 4 Tagen  3 Mal am Tag bis zu jeweils 40 Minuten ausgeführt haben. Anhand unter anderem dieser Bewegungen wurde der Energiefluss aus dem Dan Tian (für manche ist es das untere Shakra) erklärt und verdeutlicht. Dazu gab es auch immer wieder noch spezifische Qi Gong Übungen, die auch mit Gleichgewichts - Übungen in Einklang gebracht wurden. Und insofern ich mir den Meister beiseite nahm um zu wissen wie er zum Beispiel atmet, habe ich auch gespürt wie diese Energie fliesst.

Nach dem allgemeinen Aufwärmtraining bzw der ein oder anderen aufklärenden Ansprache und Qi Gong wurden dann die 3 Klassen voneinander getrennt.

Weiterhin wurde in der besagten Form 13 geschult. Diese soll angeblich die Original - Version sein. Da gibt es aber auch durchaus Zweifel dran. Erstens finden sich im Netz 2 Versionen, eine davon habe ich letztes Jahr bei einem anderen Meister im gleichen Ort gelernt und zweitens gibt es im hiesigen Wudang Museum ein Video zur Form 13 welche meiner erst gelernten erheblich viel mehr ähnelt... Aber wie dem auch sei. Wichtig ist mir an der Sache eher, dass mir gezeigt wird wie die einzelnen Körperpartien zu bewegen sind, damit Enerige, das famöse "Qi", fliessen kann. Entsprechend gab es auch immer wieder Erklärungen, besonders durch Maik, wie was in der daoistischen Philosophie aufgebaut und voneinander abhängig ist.

Der Hauptpunkt der dabei heraus kommt ist, dass die Entspannung im Kopf anfängt und es von daher ein erster guter Ansatz ist nicht zu denken. Jedenfalls nicht in Bezug auf z.B. "jetzt muss ich in den Bauch atmen, dann geht ein Arm hoch, im Kreis, jetzt ausatmen, Arm wieder runter". Oder wie es der Meister ausgedrückt hat: "Es ist wie Essen. Bis zum Schlucken der Nahrung können wir alles kontrollieren und dann eher nichtmehr. Also nicht darüber nachdenken". Ausserdem die Bewegungen besonders im Qi Gong der Visualisierung des Energieflusses dienen. Denn das äussere Dan Tian können wir sehen, das innere aber nicht.

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass die Grundbewegungen des Taiji und des Qi Gong eingehalten werden sollten. Denn es handelt sich hierbei um schon fast medizinisch erklärbare Laufbahnen, die es z.B. notwendig machen, dass in einer bestimmten Position eine Hand vor dem Dan Tian (dieses liegt im Übrigen knapp unter dem Bauchnabel) in einer Bogenform zu sein hat. Oder die Arme in einer bestimmten Konstellation sein müssen, damit Energie stimuliert werden kann. Die Kulitvierung des Taiji ist aber eine individuelle interne Angelegenheit und obliegt daher jedem Einzelnen. So wurde ich auch gewahr, dass es nicht "die eine" Atemtechnik gibt, sondern je nach Situation verschiedene. Im Grundsatz sieht es so aus, dass alle statischen Positionen (meditative, ohne weitere Bewegung) eine reine Bauchatmung sind. Dies provoziert eine gewisse Tiefenentspannung. Und Entspannung ist wichtig um Qi fliessen zu lassen. Dann gibt es die Atmung die hauptsächlich über die Lungen läuft. Allerdings werden die Lungen kurioser Weise vom unteren Dan Tian angeregt einzuatmen und von diesem angeregt auch wieder auszuatmen. Diese Atmentechnik wird für tonische Bewegungen verwendet. Dann ist da noch die kombienierte Technik. Durch die Nase einatmen, durch den Mund ausatmen, durch den Mund einatmen, durch die Nase ausatmen und zwar ausgelöst vom Dan Tian in die Lungen und anders rum. Diese Technik wurde besonder bei kreisenden Bewegungen verwendet, wenn der Oberkörper in den Rücken nach hinten gedrückt wurde (Qi Gong). Die Hauptaussage ist auch hierbei wieder: Alles so natürlich wie möglich halten und versuchen im Maximum die Dinge zu fühlen. Das zählt für die Atmung und die Bewegung und sowieso die Position des Körpers unter oben beschriebenen Bedingungen.

Die Vorstellung des Flusses des Qi's (der inneren Energie) ist, dass diese vom Mittelpunkt der Schädeldecke über die Nase und den Mund, wobei die Zunge kurz hinter den oberen Zähnen am Gaumen liegt über die Linie des Herzens (Herz - Solazplexus Richtung Bauchnabel) in das Dan Tian fliesst. Der Kopf ist der Gedanke, die Weisheit; Das Herz die Liebe und der Verstand, das untere Dan Tian die physische Stärke, die Bewegung. Das Obere und das Untere werden über das Herz in Einklang gebracht. Die Flusslinie von Oben nach Unten und zurück ist immer auf der gleichen Linie: Vorne runter, über die Wirbelsäule wieder hoch. Dies kann in Form eines Wassertropfens dargestellt werden. Entsprechend sind auch die Positionen im Taiji - Qi Gong: Nicht wirklich rund, aber in Form eines Tropfens.

Der Körper soll weich gehalten wird, die inneren Organe werden trainiert und gestärkt. Dies ist das Prinzip von innen nach aussen und von aussen nach innen. Von oben nach unten und von unten nach oben. Das Harte und das Weiche, das Weiche und das Harte. Das Zirkulieren von Atmung. Dies ist Ying und Yang.

Der Körper muss weich und flexibel gehalten werden, damit Qi fliessen kann. Dies wäre nicht möglich, wenn die Gelenke verkrampft und verstopft wären, Qi könnte sich sogar als gefährlich erweisen.

Das Gleiche zählt auch für die Meditation. Es ist imaginär. Es wird die Verbindung von oben (dem Himmel, männlich), nach unten (der Erde, weiblich) vorgestellt. Die Atmung ist im Dan Tian, welcher der Energie - Brunnen ist. Die Zirkulierung läuft die Wirbelsäule hinauf in die obere Schädeldecke, in die Nase und den Mund die Herzlinie entlang hinunter in das untere Dan Tian. Es gibt keine erzwungene Atmung, keine erzwungene Haltung. Natürlich bleiben und sich selber korrigieren. Sich selber beobachten, seine Umwelt ohne Beurteilung wahrnehmen, eine Linie zwischen Himmel und Erde bilden.

 

Der Unterschied zwischen "Energie" und "Qi" (Chi) ist:

Energie ist rein physisch, die "Bio - Mechanik" des Menschen. Heben, Sinken, Teilen, Zusammenführen. Oder technischer ausgedrückt, dies sind die reinen Naturgesetze. Wenn zwei Gegenstände aufeinander prallen, ist dies Energie.

Qi aber ist die "Energie", welche unsichtbar in uns zirkuliert, welche Stabilität gibt und uns damit mit der Erde und dem Himmel verbindet. Gleichgewicht und Standfestigkeit sind hier gegeben.

 

Der letzte Tag des Trainings endete mit einfachen Wiederholungen, Frage - Antworten - Sitzungen und dem typischen Photo - Shooting.

 

English:

 

At the school there are 3 classes proposed with master Chen Shixing (supported by his assistant Ms Hu). The first one is about the "dan tian", the general energy - flow in the body, how to create that and to circulate it in the body. Furthermore Taiji - basic steps and the so called Form 13 do belong to this session. The 2nd class is about basic sword technics. Class 3 is more about an explosive form being called Wu Xing Quan. These classes do not depend to each other, however do start at the same time at every 1rst of the month and finish on a 15th of the month. For the first I decided to go for class 1 and will do class 3 in October.

Immediately the first day during a kind of conference with the master it became clear that many people throughout Chine come to his classes. That's why the initiation and the class has been hold in.... Chinese.... A simple questioning at the master after classes how it would like to loose the one or other sentence in English, he agreed, however, no surprise, you can imagine it, that agreement was not followed. Therefore I asked during and after classes again and again about the subject he was talking about during training. The master even understands quite well English and knows basically how to speak that. But you really have to push for that. Sometimes Maik (as described already in another article) has been present to help out with translation. Maybe it would have been worth going through this webside before coming to China (available in German only www.reiseinsidertipp.de ?

 

Accordingly to the first day an opening ceremony took place in the school owned little temple.

During that several specific papers and a bunch of ensence sticks were burned and put in front of the tin gods inside the temple. After that every participant got the opportunity for an individual photo shooting with the master and so from the afternoon on the normal program could be started.

 

So far so well. The usual training has been as follows:

Same times for training like all the other have as well. As well the notorious same stretching like the others.

 

Than the Difference: During the first days we learned how to correctly move in the Taiji and why these movements are as they are. To admit, the master managed well to show non chinese speakers based on his movements how to move. And than these movements were repeated during hours and hours. As example the "cloud hands", an upright position with diagonal from left to right turning arm movements. Not a rarity that we repeated that during the first 3 - 4 days three times a day up to 40 minutes. Based under others on this movements the energy flow coming from the Dan Tian (for others it is the shakra) has been explained and shown. In addition to that specific Qi Gong excercises were practiced that were brought in accordance to balance excercises. And as far as I took the master aside to know as example how he breathes, I even could feel how this energy flows.

 

After the general warm up training or the one or other clarifying announcement and Qi Gong the 3 classes were separated from each other.

 

Furthermore the mentioned form 13 has been trained. They say that this is the original version. However there are some doubts on that. Firstly in the net you can find 2 versions, one of them I got trained last year with another master in the same village and secondly in the here located Wudang museum a video can be seen to this form 13 which is much more similar to the one I learned first...But any way. Imprtant to me at this point is more that somebody shows to me how to move correctly each part of the body so that the energy, the famous "Qi" can flow. Accordingly to that there were several explications, especially given by Maik, how which point in the daoist philosophy is created and dependend to each other.

 

The main point at the end is that relaxation starts in the head and therefore it is a good beginning to not think. In any way not in relation to i.e. "now I have to breath in the belly, than the arm lifts up, in a circle, no exhale, arm back down". Or like the master expressed it: "It is like eating. Until swallowing the nutrition we can control everything and than rather not any more. So, do not think about it". Furthermore the movements in Qi Gong do serve more to the visualization of the energy flow. Because the outer Dan Tian we can see, however not the inner one.

 

It is important to know as well, that the basic movements of the Taiji and Qi Gong should be followed. This is because these movements contain almost medically explicable meridians making it necessary that in a specific postion one hand has to be in front to the Dan Tian (which, just by the way, is located slighly underneath the belly button) in a form of an arc. Or the arms have to be in a specific constellation in order to stimulate energy. The cultivation of the Taiji however is an individual internal matter and falls to each individuals business. So I noted as well that there is not "the one" technic of breathing but depending on the situation differents. Basically it could be said that all static positions (meditative, without any movement) it is a pure belly respiration. This provocs a certain deeper relaxation. And relaxation is important in order to let Qi flow. Than there is the respiration passing mainly via the lung. The curiosity is hereby that it starts and ends slightly with the lower dan tian. This breathing technic is used for tonic movements. Then there is the combined. Inhale by the nose, exhale to the mouth, inhale through the mouth, exhale through the nose and that released by the dan tian to the lungs and back. This technic has been used especially for circulating movements when the upper body is pushed into the back (Qi Gong). The main announcement is once again: All to be done as natural as possible and to try to feel a maximum of these happenings. This counts for the respiration and the movements and for sure the position of the body under above described conditions.

 

The imagination of the Qi flow (the inner energy) is, that it comes from the center of the upper head via the nose to the mouth, where the tounge has to be attached directly behind the upper teath to the palate to the line of the heart (heart - solar plexus direction to the belly button) into the dan tian. The head is the mind (the thought, the wisdom); the heart the love and the comprehension the lower dan tian the physical strength, the movement.The upper and the lower are connected via the heart. The flow line from the upper to the lower and back is always on the same line: At the front downwards, via the spin back to the top. This can be demonstrated in form of a water drop. Accordingly the positions in Taiji - Qi Gong: Not really round but in form of a water drop.

 

The body shall be kept soft and the inner organs are tob e trained and reinforced. This is the principle from the inner to the outer and from the outer to the inner. From the upper to the lower and the lower to the upper. The hard and the soft, the soft and the hart. The circulation of breathing. This is Ying and Yang.

 

The body has to be kep soft and flexible to allow Qi to flow. This would not be possible if the articulations would be tensed and plugged, Qi could even become dangerous.

The same counts for the meditation. It is imaginary. The same connection from the upper (the sky, male) to the lower (the earth, female) is imagined. The breath is in the dan tian, which is the source of energy. The circulation mounts up the spin into the upper part of the head, to the nose and the mouth, down the heart line into the lower dan tian. There is now forced respiration, no forced position. Stay natural and correct yourself. To observe yourself, note your own environment without judgement, build up a line between sky and earth.

The difference between “energy” and “Qi” (Chi) is:

Energy is pure physics, the “bio – mechanics” of the human beings. Mount up, sink, separate, bring together. Or more technically spoken, these are the pure nature laws. If two object clash into each other, this is energy. However Qi is that “energy” that circulates invisibly in us, that gives us stability and therefore connects us between sky and earth. Balance and stability are given now.

 

The last day of training has ended with usual easy repetitions, Question – Answer – Sessions and the typical photo – shooting.

 

 

English:

 

 

Master Classes First Meeting Opening Ceremony Opening Ceremony Opening Ceremony The master and me Usual Stretching Training Training Training Ms Hu, Masters Assistant Information Session about Daoist Philosophy Morning TaijiEvening ClassesEvening ClassesEvening ClassesEvening ClassesEvening ClassesEvening Classes

Push Hands Push Hands Masters Classes Team 1

Photo Session for end of Master Chen Class 1; here with the master in white Photo Session for end of Master Chen Class 1 Photo Session for end of Master Chen Class 1 Photo Session for end of Master Chen Class 1 Photo Session for end of Master Chen Class 1 Photo Session for end of Master Chen Class 1

Ein bischen mehr Wahrheit zur Schule - Some more truth about the school

Sonntag, 06.09.2015

(Engish is in Cursive below)

 

Nach 2 Wochen Aufenthalt an der Schule http://daoistkungfu.com/ wird es Zeit einige Tatsachen zu beschreiben, die so nicht so einfach zu finden sind.

Kommen wir zunächst zur Umgebung der Schule. Dieses liegt am Stadteingang von Wudangshan, vom neuen Bahnhof aus kommend (da der alte in der Innenstadt schon seit einigen Jahren geschlossen ist), bzw ist dies die Richtung aus Shiyan. Vor einer Autobahnbrücke geht es rechts ab, zwischen das was wahrscheinlich Bauernhöfe sein sollen, Mais zum Trocknen liegt aus und Schweine suhlen sich am Strassenrand, über eine mit Schlaglöchern grosszügig versehene Strasse für ungefähr 500m bis zur Schule. Kurz vor dieser befindet sich auf der rechten Seite eine Ziegelei. Diese vermittelt mit dem gemütlich aufsteigenden blauen Rauch eine gewisse Atmospähre der Entspannung. Insofern der Wind richtig steht gesellt sich der Rauch auch auf die andere Strassenseite um am Training zumindest etwas teilhaben zu können...

Es gibt auch eine nahegelegene Bahnlinie auf welcher tatsächlich Züge fahren, hupend wie es sich für China gehört und fröhlich vor sich hin ratternd. Gut dass man das nicht so oft im Gebäude oder auf dem Trainingsgelände hört.

Der Eingang zur Schule wirkt sehr imposant. So auch der erste Blick auf den dahinter liegenden Hof. Und überhaupt ist der erste Eindruck, dass hier schon alles recht sauber ist und wie ein Hotel geführt wird. Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass wir dennoch in China sind: Plastikflaschen fristen ihr Dasein in diversen Ecken und hoffen darauf, dass sie in vielen Jahren einmal von den Wettereinflüssen aufgebraucht sein werden. Selbst in dem zum Schulhof gehörenden Teich dürfte es etwa so viel Plastikmüll wie Fische, Frösche und Schildkröten geben. Etwas rechts vom Hof ist die Kantine, wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben. Dazu gehört auch ein direkt davor gelegenes Waschbecken, welches Kaltwasser zum Abwaschen des eigenen Geschirs gibt. Der Abfluss ist selbstverständlich so gelegt, dass  das Abwasser nur zum Teil tatsächlich der Kanalisation zugeführt wird. - Mit jeglichen sich daraus ergebenden Konsequenzen.

Nun, ein Blick in die Zimmer.

Wie auch bereits in einem anderen Artikel beschrieben wirken diese wirklich wie in einem guten Hotel. - Gut für die hiesigen chinesischen Verhältnisse! Ein grosses Bett mit einer ungefähr 2cm dicken Matratze, Schreibtisch, eigenes Bad ausgestattet mit Waschbecken (heisses aber trinkbares Wasser gibt es nach einigen Minuten des Wartens), Toilette (ansatzweise sauber) und einer Dusche (niedriger bis mittlerer Wasserdruck und heisses Wasser nach einigen Minuten des Wartens) sowie einem Dunstabzug. Das Zimmer selbst ist auch noch mit einer Klimaanlage ausgestattet, die auch bei der Buchung gleich mitbezahlt wird. Klar, weil ist ja im Zimmer drin, ergo ist sie bezahlt.

Nun, die Sache mit dem Wasser habe ich mehrfach beanstandet und es wurde auch mehrfach diverses gemacht, sich sozusagen viel Mühe gegeben, aber ohne jeglichen Erfolg. Der Dunstabzug dient der allgemeinen Geräuschentwicklung, aber nicht um Dunst abzuziehen. Auch das habe ich mehrfach beanstandet. Auch hier wurde viel Energie hineingelegt und jedes Mal mit viel Stolz behauptet, dass repariert wurde. Allerdings auch hier ohne jeglichen Erfolg. Bis es mir zu blöd wurde und ich kurzerhand den entsprechenden Teil der Deckenverkleidung abnahm um zu wissen was Fakt ist. Ganz einfach: das flexible Abzugsrohr welches vom Ventilator weggeht, steckte nicht auf dem Rohr welches aus der Wand kam. Also habe ich beide miteinander verbunden, die Deckenverkleidung angebracht und siehe da! Es funktioniert schon deutlich besser! Noch nicht so gut wie wir es im Westen gewohnt sind, aber immerhin.

Tja und das bringt auch das Thema auf die Klimaanlage. Wie gesagt, diese ist offiziel gebucht; Das heisst aber nicht dass sie auch permanent genutzt werden könnte. Nach vielem Hin und Her mit den Herrschaften der Administration, im Sinne ich zu quasi jeder Pause dort auftauchte um sie daran zu erinnern, dass bitte die Anlage eingeschaltet werde, wurde mir gesagt, dass die Verwaltung bedenkt, dass für gewöhnlich im September die Temperaturen niedriger seien und deswegen die Klimaanlage aus zu sein hat. Fakt allerdings ist, dass wir inzwischen die erste September Woche hinter uns haben, die Temperaturen aber immernoch jene vom Juli sind, nämlich um die 32°C mit hoher Luftfeuchtigkeit. Nun, so geht das Ganze noch einige Zeit weiter und es gäbe durchaus die Möglichkeit, dass ich mir ein Verlängerungskabel besorge und die Klimaanlage woanders anschliesse... Zu diesem Thema hatte ich auch eine Diskussion mit anderen sowohl chinesischen als auch westlichen Schülern. Die, welch Überraschung, durchaus einverstanden mit mir sind, sich aber nicht trauen selbst im Büro die Lage zu erklären. So werde ich meinem Ruf als Rebellen mal wieder gerecht. Macht nichts.

Internet steht tatsächlich in allen Zimmern zur Verfügung. Wer auf WiFi steht muss sich einen bestimmten Router für 75 RMB kaufen und kann ihn mit etwas Glück zu 35 RMB im Shop wieder verkaufen. Allerding sowohl mit als auch ohne Router ist die Verbindung nicht so sagenhaft schnell. Ok, es ist schneller als zur Informatik - Steinzeit, aber nicht so schnell wie die allgemine Werbung es glauben machen will.

Bettzeug kann tatsächlich getauscht werden. - Gegen 10RMB. Oder wie sieht's aus mit selber Waschen? Eine Waschmaschine für den gesamten Komplex steht kostenfrei zur Verfügung, Waschmittel ist selber mitzubringen.

 

Da ist auch das Thema, dass es hier wohl ein Medizinzentrum geben soll. - Eigenartig nur, dass hier niemand von spricht, Kurse die man belegen können sollte nicht tatsächlich angeboten werden und jene welche tatsächlich ein medizinisches Problem, abgesehen von Kopfschmerzen, haben, nach Wudangshan ins Krankenhaus gefahren werden. Und gesehen habe ich dieses Zentrum auch noch nicht. Weder tatsächlich das Zimmer noch Schilder dafür.

 

Auch wenn das Thema "Essen in der Schule" schon in einem anderen Artikel angesprochen wurde, hier noch ein Nachtrag:

Zum Frühstück gibt es immer eine Suppe, genauso wie zu den anderen Mahlzeiten auch. Ausserdem noch gedämpfte Brötchen. Dann sind da meist noch so eine Art Pfannkuchen, gefüllt oder nicht, kleine Bratwürste oder Speck und Eier bzw Spiegeleier im Angebot. All dies, ausser Suppe und Brot, muss aber vor Ort noch extra bezahlt werden. Und so kommt man im Schnitt pro Tag sehr schnell auf 5 RMB (CNY), bzw bei 35 RMB pro Woche. Und nachdem das alles ins Geld geht und ausserdem recht fettig ist (sogar Salat, welchen es zum Mittag gibt, hat ein Anrecht darauf erstmal in heissem Öl gebadet zu werden...), habe ich entschlossen mir meine Wochenration für das Frühstück im Supermarkt selber zu kaufen und liege nunmehr bei 21 RMB pro Woche.

Entsprechend der Supermarkt: Es gibt wohl einen Shop hier in der Schule, welcher gepflegt ist und wo man auch etliche Waren bekommt. Allerdings ist der Shop meist zu den Pausen geschlossen und ausserdem sind die Preise um die 30% höher als im grossen Supermarkt in der Stadt. Da investiere man lieber die 4 RMB für den Bus hin und zurück, kaufe vernünftig ein und lege sich ein kleines Lager an Diversem im Zimmer an.

 

Zum Thema die Trainer und das Personal hier würden gutes Englisch sprechen. Das ist zum Teil wohl richtig. 2 Personen aus dem Büro haben ein wirklich recht ordentliches Englisch. Die Trainer selber kommen zumeist mit Ja, Nein, Du, Gut, Nicht Gut aus. Bisher habe ich einen Trainer gehabt, der freiwillig gerne etwas mehr English lernen möchte. Mit ihm ist es ein "win - win". Er bringt mir korrekte Formen bei und ich unterstütze ihn mit seinem Englisch. Dann ist da noch eine Trainerin die halt ein bischen mehr Englisch kann und entsprechend die Gelegenheit nutzte mich darauf hinzuweisen, dass ich mein grünes T-Shirt nicht zum Training anziehen solle, da sie das stören würde. - Ist mir aber reichlich egal. Tja, und da ist dann noch der Meister selber, bei dem man sich 2 wöchige Kurse buchen kann und es auch hier heisst "Ausländer willkommen!". Nur muss man da als Ausländer schon sehr gut chinesisch sprechen können, oder einiges an Erfahrung im Taiji mitbringen um ihm folgen zu können. Ich habe es probiert mit ihm Englisch zu reden. Er versteht das auch und kann sogar so einigermassen antworten. - Aber nur dann wenn man ihn quasi dazu vor allen Teilnehmern zwingt. Das hatte inzwischen zur Folge, dass mir ein chinesischer Herr zur Seite gestellt wurde, der wirklich sehr gut Englisch kann und mir auch bis zu 3 Mal die Woche kostenlos Chinesisch- Unterricht gibt. Das ist "Maik". Und Maik schätze ich inzwischen wirklich sehr. Dank ihm habe ich bereits sehr viel lernen können, zumindest was die Prinzipien des Taiji angeht, welche eigentlich vom Meister vermittelt werden sollten.

Aber zu dem Thema der Kurse mit dem Meister werde ich noch extra Artikel schreiben.

 

Ein abschliessendes Wort:

Die allermeisten Chinesen sind wirklich freundliche Leute die dir gerne helfen und mit dir kommunizieren wollen, ob du nun danach gefragt hast oder es willst oder nicht. So kann es passieren, dass es sich so anhört als ob sie dir ihre ganze Lebensgeschichte auf chinesisch erzählen oder sie versuchen dir mit jeglicher Art von Bewegungen während des Training auszuhelfen.

 

Und doch noch ein Nachtrag vom 07/09/2015:

Heute Abend habe ich tatsächlich in meiner Tofu - Gemüse - Brühe eine Made gefunden!! Habe das auch der Köchin sowie einem Büro - Angestellten gezeigt. Erstere sich etwas angewiedert zeigte, zweiter davon ein Foto machte und meinte sie hätten seit einem Moment ein Problemchen mit sowas. - China rocks!

 

English:

After 2 weeks of staying at the school http://daoistkungfu.com/ it is time now to describe some more facts that are not that easy to find elsewhere.

 

Let's start first with the neighbourhood of the school. This one is located at the entry to Wudangshan coming from the train station (as the old one in the center of town is closed since several years), respectively it is the direction coming from Shiyan. Just before a highway bridge it turns to the right, crossing what is supposed to be little farms, corn for drying is on the ground and porks wallowing at the side of the street, crossing the street generously picked with patholes for 500m til the school. Just in front of this one to the right hand side is a brick manufacture. It conciliates with a cosy blue steaming smoke a kind of athmosphere of relaxation. As far as the wind comes from the correct direction the smoke even joins the other side of the street to take part at the training.

 

There is also a close by railway line on that trains do circulate indeed, honking as it has to be for China and cheerfully rattling. Good that this can not be heared that often in the building or the training yard.

 

The entry to the school is really impressive. So is the first look to the yard behind. And in general the first impression is that everything here is quite clean and managed like a hotel. A closer view however shows that we are still in China indeed: Plastic bottles struggle for their life in different corners and hope that in many years maybe they will be depleted by the weather conditions. Even in the pond that belongs to the school is as much plastic waste as fish, frogs and turtles. Slightly to the right of the yard is the canteen, as dessribed already in another article. Belonging to that is a sink, just in front, providing cold water to do our dishes. Of course the drain is constructed in that way that the wastewater finds its way only partially to the canalisation. - With all resulting consequences.

 

Now let's have a look in the room.

As described already in another article they give the impression like being in a good hotel. - Good for the local chinese circumstances! A big bed with a approx 2cm thick mattress, desk, own bath equipped with a sink (hot but potable water  available after some minutes of waiting), toilet (basically proper) and a shower (low to medium water pressure and hot water after several minutes of waiting) as well a, air ventilation. The room itself is equiped with an air condition, that has been paid directly with the booking. For sure, as it is installed in the room, it is paid accordingly.

Well, the point about the water I have claimed several times and several actions were performed, as to say they took some effort, however without any success. The air ventilation serves for the general generation of noise but not to get the air ventilated. Also this point I claimed multiple times. Also here a lot of energy has been invested and each time they proudly announced that the issue has been repaired/ fixed. However without any success neither. Until the point I took it in my own hands and dismanteled the relevant fairings to know about the blocking point. It has been very easyy: the felxible pipe coming from the ventilation has not been fixed to the fixed pipe in the wall. So I just connected both , re - installed the fairings and see! It works much better than it did before! Not as well as we are used to in our western world, but anyway.

Well, that brings the next topis to the air condition. As said, it is officially booked; That does not means that it could permanently be used. After a lot of back and forth with the reign of the administration, at the sense that I had to step into their office at each brake reminding them to please swith on the air condition, they told me that the administration thinks that for usual in September temperatures are lower and therefore the air conditions has to be switched off. However the fact is that we do have the second week of September in the meanwhile but the temperatures are stil like in July, means around 32°C with a high humidity. Well, like this the story will continue and there would be the possibility buying an extension cable to connect the air condition to another plug socket...

To this issue I had a discussion as well to chinese as well as other western students. Which, big surprise, fully agree with me but are not man enough stepping into the office making a point. So I follow my reputation as being a rebel again. No worries.

Internett is available in all rooms indeed. Those who like WiFi has to purchase a specific router for 75 RMB and with a bit of chance can resell it in the shop for 35 RMB. However, with or without router the connection is not that fantastically quick. Ok, it is quicker than in the informatics - prehistory, but not as quick as the publicity wants to make you believe.

Bed linen can be changed indeed. - Against 10 RMB. How about doing the laundry yourself? A washing machine is available for the entire building for free. Laundry detergent to bring on your own.

 

There's also the subject that this school should have a medical center. - Curious is that nobody here talks about it. Courses that should be available are not proposed and all those having a real medical problem but head hache are driven to the hospital down in Wudangshan. And I never ever have seen this medical center weather the room for it nor any signs.

 

Even though the issue "Meals at the School" have been posted in another article already, here an amendment:

For breakfast you always get a soup as well as for all other meals. On top of that some steamed little breads. Than there are some sorts of pancakes, filled or not, little grilled sausages or bacon and eggs respectively baked eggs  available. All this, but soup and bred, has to be paid in place. And so in average you pay another 5 RMB (CNY) per day, or 35 RMB per week. And as all this eats my money and by the way is quite fat (even usual lettuce available for dinner has a right being bathed in hot oil....) I decided being my weekly  ration for the breakfast in the supermarket and am now rather at 21 RMB per week.

 

So the supermarket: There is a shop here at school, quite well maintained adn where you can get several marchandises. Nevertheless this shop is mainly closed to the breaks and additionally the prices are round about 30% higher than in the big supermarket downtown. So I prefer investing some 4 RMB for th ebus both ways, do correct shopping and do a little stock in my room.

 

To the issue with the trainers and staff that are supposed speaking good english. Partially this is correct. 2 persons in the office to realy speak a quite good english. The trainers just get along with yes, No, You, Good, Not Good. Until so far I had one trainer who is willed to learn some more english. With him it is a "win - win". He teaches me correct forms and I support him in learning some english. Than there is a female trainer knowing some more english and used it straight away point ouut in front of me that I should not wear a green T-Shirt for training as it disturbs her. - I gave a shit on that. Well, and than there is the master himself with whom you can have a 2 weeks training and it is said "foreigners welcome!". However as a foreigner you really have to have a good chinese level or bring experience in Taiji with you in order to be able to follow him. I tried speaking english with him. He does understand it and is even able to answer the more or less. - However only if you almost comple him in front of all other participants. In the meanwhile this came to the result that a chinese gentleman has been placed to my side who speaks really good english and gives me up to 3 times a week chinese lessons for free. He is "Maik". And in the meanwhil I really do appreciate Maik a lot. Thanks to him I could learn a lot  by now, at least about the principes of Taiji that should have been teached by the master.

Any way, to the issue about the courses with the master, an extra article will follow.

 

Another final remark:

The very most of the chinese here are really friendly people who like to help and communicate with you, wether you asked for it or want it or not. So it can happen that it seems like they are telling you their entire life in Chinese or try to help you out with any kind of mouvements to help you during training. 

 

And still another amendment dated the 07-Sep-15:

Today evening I have even found in my Tofu - Vegetable - Stock a grub!! Have shown that to the cooker and an office - employee. The first one has been nauseated, the second one took a picture of it and said that they do have since a while a little problem with these happening. - China rocks!

 

 

Ein chinesischer Geburtstag - A Chinese Birthday

Donnerstag, 03.09.2015

(English is below in cursive)

 

Gestern ist es soweit gewesen: Eine gute chinesische Freundin von mir, sie kennen gelernt und mit ihr trainiert im letzten Jahr, wurde 40! Auch wenn sie etwa so viel Englisch kann wie ich Chinesisch, war ich doch eingeladen mit ihr und ihren Freunden zu feiern. Und noch besser: Just gestern Nachmittag hatten wir ohnehin frei und heute auch. - So für den Fall dass es besser wäre auszuschlafen.

Also machte ich mich am Nachmittag mit einer Flasche Honigwein (eine äusserst belustigende und überraschende Neuheit für meine chinesischen Kumpanen, für mich ein Stück Heimatgefühl, da diese Flasche samt Inhalt aus einem Nachbardorf meines Heimatdorfes im guten alten Norddeutschland kommt) unter dem Arm auf den Weg zu ihr nach Hause. Dort wurde zunächst das Abendessen gemeinsam vorbereitet. - Na gut, etwa weniger von mir und noch 2 Weiteren von insgesamt 8 Personen. Wie es hier in der Region üblich ist, alles etwas scharf und mit Ölen wurde auch nicht gegeizt. Und wie es in China überhaupt üblich ist: das Essen ist gewissermassen ein Moment des Teilens (und nicht nur der verschiedenen unorthodoxen Geräuschkulissen...): Es werden mehrere Gerichte zubereitet, wie z.B. eine Schale mit Rindfleisch, eine andere mit Hühnerfleisch, Fisch, Kartoffeln, gemischtes Gemüse bestehend aus Algen, Karotten, etwas was ich nicht kenne und Bandnudeln, ausserdem Morgengold und sowieso immerwährend Knoblauch, kleine Chili - Schoten und sonstiges Gewürz. Eine Randbemerkung besonders zum Hühnerfleisch und Fisch: Wie auch so oft üblich hier, handelt es sich dabei nicht um Filet - Stücke, oder gar einen Fisch ohne Gräten, sondern eher sieht das so aus, als ob man den beiden Tieren eine zünftige Sprengladung in bestimmte Körperöffnungen gelegt und gezündet hätte. - Beng!! Das Tier ist geflettert und bereit für den Topf! - Mit der Folge, dass sich der Geniesser am Ablutschen des Fleisches genüsslich tun kann und dies wiederum das notorische Schmatzen hervorruft.

Gut, lecker war es trotzdem. - Jedenfalls am Anfang, denn erfahrungsgemäss dauert es nicht so wahnsinnig lange bis die Chilis den gesamten Mundraum und darüber hinaus völlig betäubt haben und alles irgendwie gleich schmeckt, nur die Textur eine Andere ist.

Ja, ich liebe chinesische Küche!

Nach dem Essen ging es ab in die Ortschaft in einen Karaoke - Laden. Nennt sich "K-TV" oder so ähnlich. Auch hier wurde, wie schon beim Essen, reichlich Bier aufgefahren, sozusagen "vom Buffet". Ok, das meiste chinesische Bier hat nicht so viel Alkohol, aber schonmal unter Anderem  "Ananas - Bier" getrunken? Und bei jedem Anstossen ein 15cl Glas auf Ex? Na, wie dem auch sei, singen konnten die Chinesen jedenfalls im Gegensatz zu mir. Hat Spass gemacht. Und die Geburtstagstorte ist die absolute Sahnebombe gewesen. - Endlich mal wieder Zuckerkalorien!

Mit einem "Privatfahrer", weil keine offiziellen Taxis nach Mitternacht mehr zur Verfügung oder deren Fahrer selber breit, ging es dann nach hause. Ok, hat etwas mehr gekostet, schreibe ich aber als Mitternachts - Tarif so ab....

 

English:

Yesterday it was time: A good chinese friend of mine, got to know and trained with her last year, turned 40! Eventhough she speaks approximately as much English as I do Chinese, I have been invited celebrating with her and her friends. And even better: Just yesterday afternoon and today we had time off of training. - Just in case it wold be better to sleep late.

So I went to her home in the afternoon with a bottle of mead under the arm (a very funny and suprising novelty for my chinese mates, for me a piece of homeland as this bottle with its content was made in a neighbour village next to the one I am from in good old north Germany). Arrived there we started preparing the dishes together. - Ok, less by me and 2 others out of a total of 8 persons. As it is usual in this region, everything is cooked quite spicy (hot) and they also do not hesitate using a lots and lots of oil. And as it is in general usual in China: The meals are in a certain manner moments of sharing (and not only of different non - orthodox noice coulisses...):Several dishes are prepared, as i.e. a bowl of cow meat, another one with chicken meat, fish, potatoes, mixed vegetables containing alges, carrots, something I do not know, long nudles, furthermore morning glory and in any case always garlic, little chili hulls and other spices. An apostil especially to the chicken meat and fish: As very common here as well, these are no filet parts or even a fish without fishbones, however it rather looks like as someone as  loaded those animals a significant mass of demolition charge into specific body - holes and decharged. - Beng!! The animal is bursted and ready for the jar! - With result that the gourmet can take pleasure in licking the meat and that again call for the notorious smack noise.

Well, it was tasty any way. - In any case at the beginning, because per experience it does not take that long time until the chilis will have stupified the entire oropharynx and beyond and by any reason everything than ha the same taste, onle the texture would be another one.

Yes, I love the chinese cuisine!

After the meal we went straight to town to karaoke - bar. Is being called "K - TV" or similar. Also here, same like during lunch, a lot of beer  has been proposed, stil "open bar". Ok, mostly chinese beer does not have that much alcohool, however have you ever tried "pineapple - beer"? And at every clink glasses a 15cl glas on ex? Well, what ever, these chinese can really sing, not the case with me. It was fun. And the birthday cake has been a real cream - bomb. - Finally sugar calories again!

With a "privatdriver", due to the fact that no official taxis where available after midnight or the taxi drivers drunk by themselfes, I went back home. Ok, it has been slightly more expensive, but I charge it off as midnight - tarif or similar...

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